10 (Geheim-) Zutaten, die in deiner Küche nicht fehlen sollten

Bei „Papperlapapp“ geht’s um Geschichten rund ums Essen. Was stellt man am besten mit Seidentofu an, welche Kochbücher und Küchenutensilien dürfen bei uns nicht fehlen und wie backt man ohne Eier? Alle bisherigen Artikel könnt ihr hier nachlesen.

Heute wollen wir mal in unsere und eure Schränke schauen. Denn häufig hören wir, dass vegane Ernährung immer auch heißt, dass man die größte Vorratskammer der Welt dafür braucht. Das stimmt natürlich nicht.

Allerdings können auch wir nicht bestreiten, dass wir auch die ein oder andere Zutat verwenden, die man nicht in jedem Supermarkt findet und die manchmal auch ein bisschen teurer ist. Das heißt aber nicht, dass ihr alle verrückten Zutaten kaufen müsst. Wir zeigen euch heute 10 Zutaten, die wir immer in der Küche haben und die das alltägliche Kochen und Backen erleichtern.

Das hier ist jedoch auch kein Grundstock für eure Vorratskammer. Wir sind sicher, ihr wisst selbst, dass Gewürze, Getreidesorten, getrocknete Bohnen und Co. nützlich in der Küche sind. Stattdessen wollen wir euch „Geheimzutaten“ verraten, die oft den kleinen, aber feinen Unterschied ausmachen.

Kala Namak

Kala Namak* ist ein indisches Schwefelsalz und DIE Geheimzutat, wenn es um vegane Eierrezepte geht. Allein der Geruch erinnert stark an Ei. Ihr bekommt das Salz tatsächlich bereits in ein paar Supermärkten, oft im Biomarkt und selbstverständlich online. Natürlich braucht ihr diese Zutat nicht zwingend, aber sie macht den kleinen, feinen Unterschied, zum Beispiel in diesem Rezept für veganen Eiersalat.

Hier geht's zum Rezept: Veganer Eiersalat

Von Kichererbsen- bis Pfeilwurzmehl

Mehl ist natürlich ultra vielseitig, aber gerade wenn ihr mal glutenfrei Kochen und Backen wollt oder ein Mehl mit etwas mehr Eiweißgehalt, etwas mehr Geschmack oder auch Farbe wollt, gibt es zig unterschiedliche (teilweise sehr teure) Mehlsorten vor allen in Biomärkten. Guakern-, Kichererbsen* -, Pfeilwurz- und Johannisbrotkernmehl eignen sich zum Beispiel super als Bindemittel. Sojamehl ist ein guter Eiersatz.

Jackfruit

Wenn ihr schon öfter bei uns nach Rezepten gesucht habt, werdet ihr garantiert über die Jackfrucht* gestolpert sein. Die tropische Riesenfrucht gibt es in Dosen abgepackt zu kaufen. Ihre Konsistenz erinnert an Fleisch, weswegen wir sie gern als Ersatz verwenden und immer eine Dose grüner (das ist wichtig, die gelbe Jackfruit ist süß) Jackfrucht in der Küche haben.

Hier geht's zum Rezept: Jackfruit-Frikassee mit Reis

Hefeflocken

Hefeflocken* sind das Würzmittel, das ihr überall verwenden könnt, wenn ihr einen herzhaften Umami-Geschmack wollt. Es gibt sie auch schon häufig im Supermarkt, häufig in der Nähe von Gemüsebrühe. Obwohl „Hefe“ im Namen steht, sind Hefeflocken inaktivierte Hefe, die ihr nicht zum Backen verwenden könnt. Stattdessen könnt ihr sie in Soßen & Co. einrrühren, oder auch einfach am Ende über euer Essen streuen.

Cashewkerne

Vielleicht kennt ihr den Witz: Woran erkennt man einen Veganer? Er erzählt es dir. Lustig, lustig, aber die Antwort müsste eigenlich heißen: Er hat eingeweichte Cashewkerne* in der Küche. Dann wär's halt aber kein Witz mehr, okay. Cashewkerne haben den richtigen Fettgehalt und dennoch nicht zu viel Eigengeschmack, um mit ihnen cremige Soßen und „käseartige“ Rezepte zu kochen. Dafür solltet ihr sie immer einweichen, bis sie weich genug sind.

Hier geht's zum Rezept: Vegane Mac'n'Cheese

Leinsamen

Leinsamen* sehen unscheinbar aus, haben aber Superkräfte. Oh ja, richtig gelesen, sie sind eigentlich ein Superfood und gut für das Immunsystem, Gedächtnisleistung, Haut, Haare, die Verdauung und viel mehr. Cool soweit. ABER ihr könnt geschrotete Leinsamen auch mit Wasser vermengen und danach als Eiersatz verwenden.

Weitere Ideen, wie ihr Eier beim Backen ersetzen könnt, lest ihr hier!

Liquid Smoke

Liquid Smoke* klingt im ersten Moment bisschen nach Chemieunterricht, das geben wir zu. Es ist aber nichts anderes als flüssiges Raucharoma, das euren Gerichten ein bisschen mehr Tiefe und eben einen sehr rauchigen Geschmack verleiht. Dafür reichen wenige Tropfen, denn sonst riecht eure Wohnung auch noch Tage später nach Rauch und euer Essen schmeckt nach nichts anderem außer Rauch. Als kleines Extra verwenden wir es aber sehr gern, zum Beispiel für Kokosnuss Bacon.

Hier geht's zum Rezept: Vegane Bacon Donuts

Misopaste

Ihr habt wahrscheinlich schon Misosuppe gegessen, aber nicht nur dafür könnt ihr die Sojabohnenpaste Miso* verwenden, die voller Umami steckt. Es gibt sie vor allem im Asiamarkt in drei Formen, je dunkler die Paste, desto salziger ist sie. Es gibt helle, mildere Variante, eine dunkle bitter-salzige Variante und eine Mischpaste mit beidem. Du kannst sie eigentlich überall verwenden (von Soßen bis Suppen und Dressings) und verleihst deinen Gerichten so Tiefe im Geschmack.

Kichererbsen

Eine Dose Kichererbsen* solltet ihr immer in der Küche haben, denn ihr könnt sie gleich zweimal verwenden. Die Kichererbsen könnt ihr zum Beispiel würzen, im Ofen oder der Pfanne rösten und in euren Salat werfen, aber auf keinen Fall solltet ihr das Wasser aus der Dose verwerfen. Aus Aqua Faba, so heißt das Ganze dann, könnt ihr nämlich einen guten veganen Eischnee zaubern. Dafür braucht ihr ein bisschen Geduld, denn ihr solltet ihn mit Puderzucker und einer Prise Salz ca. 10 Minuten aufschlagen, bis ihr ihn tatsächlich umdrehen könnt, ohne dass er aus der Schüssel fällt. Aber danach steht zum Beispiel einer fluffigen veganen Mousse nichts mehr im Weg.

Hier geht's zum Rezept: Vegane Lebkuchenmousse

Kokoszucker

Es gibt 38483920483 Alternativen zu weißem Haushaltszucker, aber diese hier ist geschmacklich unsere allerliebste. Kokoszucker* verleiht deinen Gerichten eine leicht karamellige Note und schmeckt überhaupt nicht nach Kokos. Er löst sich langsamer auf als weißer Zucker, du musst also immer ein bisschen länger rühren. Danach machst du damit aber den Karamell, in dem Isa am liebsten badet.

Hier geht's zum Rezept: Veganes Karamell

Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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