Vegane Samosas mit Kartoffel-Kichererbsen-Füllung

Samosas habe ich in meinem Urlaub auf Sri Lanka kennen und lieben gelernt. In Bahnhöfen, auf der Straße oder direkt in den Zügen werden sie als Short eats sehr günstig verkauft – dabei sind sie wahnsinnig sättigend für so einen handlichen Snack. Die dreieckigen Teigtaschen sind außen knusprig frittiert und innen üppig gefüllt mit würzigem Gemüse, Fleisch oder Fisch - zu Hause kann man dafür auch wundebar Reste von Currys und anderen Gerichten verwenden.

Der Teig wird ganz einfach aus Mehl, ein bisschen Öl, Wasser und Salz zubereitet, auch Gewürzsamen können schon in den Teig eingearbeitet werden. In Sachen Füllung haben wir uns für eine Kartoffel-Kichererbsen-Variante entschieden. Dafür verwenden wir Chana Dal, also geschälte und halbierte Kichererbsen, die ihr unter anderem im Bioladen findet. Ihr könnt stattdessen jedoch auch zu Erbsen greifen oder eine andere Kombination ganz nach eurem Geschmack zubereiten.

Das Füllen der Samosas braucht ein bisschen Übung, ist aber im Prinzip simpel: Kleine Teigportionen werden ausgerollt, zurechtgeschnitten und zu kleinen Art Eistüten geformt, in die dann eure Füllung kommt und gut verschlossen wird. Durch das Frittieren werden Samosas herrlich knusprig, ich hätte sie alle direkt warm verdrücken können. Das besonders tolle an Samosas ist aber eben, dass sie auch kalt toll schmecken und du sie daher als sättigenden Snack für unterwegs einpacken kannst - entweder isst du sie so wie sie sind oder servierst sie mit einem Chutney.

Vegane Samosas mit Kartoffel-Kichererbsen-Füllung

20 Samosas
60 Minuten

Zutaten

Für den Teig:

  • 250 g Mehl
  • 2 EL neutrales Öl, z.B. Rapsöl
  • 100 ml warmes Wasser
  • 0.5 TL Salz

Für die Füllung:

  • 300 g Kartoffeln
  • 150 g Chana Dal (geschälte, halbierte Kichererbsen, optional vorher eingeweicht)
  • 1 Zwiebel
  • 20 g Ingwer
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Garam Masala
  • 0.5 TL gemahlene Nelke
  • 0.5 TL Kurkuma
  • 0.5 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Chiliflocken
  • 10 g frischer Koriander

Außerdem:

  • 1 l Pflanzenöl zum Frittieren
  • Mango-Chutney
  • Koriander-Chutney

Zubereitung

  1. Kartoffeln ungeschält in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, salzen und ca. 20 Minuten kochen, bis sie weich sind. Parallel die geschälte Kichererbsen in einem weiteren Topf mit der dreifachen Menge Wasser kochen. Wenn die Kichererbsen vorher nicht eingeweicht wurden, verlängert sich die Kochzeit und es dauert ca. 25 - 30 Minuten. Eingeweichte geschälte Kichererbsen kochen ca. 10 Minuten kürzer, aber haltet euch am besten an die Packungsanleitung.

  2. In der Zwischenzeit den Teig vorbereiten. Dafür Mehl wie einen kleinen Haufen auf eine saubere Arbeitsfläche geben und eine Mulde in der Mitte formen. In diese Mulde warmes Wasser, Öl und Salz geben und zunächst mit einer Gabel beginnen das Mehl nach und nach einzuarbeiten und schließlich mit den Händen alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig sollte nicht klebrig sein, gebt nach Bedarf also mehr Mehl dazu und bei zu trockenem Teig etwas mehr Wasser. Den Teig mind. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen, damit er nicht austrocknet.

  3. Wahrscheinlich sind an dieser Stelle Kartoffeln und Kichererbsen noch nicht fertig gekocht. Falls doch, springt schon mal zum nächsten Schritt, denn dafür müssen die Kartoffeln noch warm sein. Sollten sie aber noch nicht weich sein, dann bereitet am besten noch die Füllung weiter vor. Dafür Koriander fein hacken und beiseitelegen, Zwiebel und Ingwer schälen und fein würfeln. Pflanzenöl in einer Pfanne über kleiner Stufe erhitzen und Fenchel-, Koriander- und Kreuzkümmelsamen darin ca. 2 - 3 Minuten vorsichtig rösten. Zwiebel- und Ingwerwürfel, sowie Garam Masala, gemahlene Nelke, Chilisamen und Kurkuma dazugeben, vermengen und weitere ca. 2 - 3 Minuten anschwitzen. Anschließend vom Herd nehmen.

  4. Nun sollten Kartoffeln und Kichererbsen weich sein. Gießt beides ab und lasst die Kartoffeln nur wenige Minuten abkühlen, damit sie nicht mehr heiß, aber immer noch warm sind und ihr sie anfassen könnt. Schält die Kartoffeln und stampft sie in einer Schüssel, während sie noch warm sind, sie sollten jedoch noch stückig sein und kein cremiger Kartoffelbrei. Die gekochten Kichererbsen dazugeben und ebenfalls grob stampfen. Nun kommen die Ingwer-Zwiebel-Gewürze-Mischung und der gehackte Koriander dazu. Alles gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  5. Zeit zum Füllen! Teilt den Teig in ca. 10 gleich große Stücke auf und beginnt, das erste Teigstück kreisförmig auszurollen. Halbiert den Teig und faltet jeweils eine Hälfte wie zu einer Art Zuckertüte oder Eiswaffel. Dafür sollte der Halbkreis in eure Richtung zeigen und ihr klappt erst die linke und dann die rechte Seite zur Mitte und befeuchtet die Stelle, an der sie sich überlappen, damit die Teigtaschen zusammenhalten. Nun könnt ihr die kleine Teigtasche vorsichtig in eurer Hand halten, öffnen und füllen. Hier braucht man ein bisschen Übung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Füllung in die Tasche passt (oft nämlich mehr als man denkt, weil man sie gut zusammendrücken kann). Es sollte oben noch etwas Teigfläche frei bleiben, die ihr dann vorsichtig zusammendrückt, damit die Füllung nicht herausfällt. Mit dem restlichen Teig und der restlichen Füllung wiederholen.

  6. Erhitzt Pflanzenöl in einer tiefen Pfanne. Wer Angst vorm Frittieren hat: Ich denke, das ganze klappt auch, wenn ihr statt einem kleinen Ölbad euer Öl nur ca. 2 - 3 cm hoch in eine Pfanne gebt. Lasst die Samosas von beiden Seiten goldbraun braten bzw. frittieren. Aus der Pfanne nehmen, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Chutneys zum Dippen servieren oder einfach so essen, wie sie sind!

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