Klassischer veganer Hefezopf
Unsere Osterbäckerei ist eröffnet! Und was sollen wir sagen, wir starten direkt mal mit einem absoluten Klassiker: einem veganen Hefezopf. Wir haben schon ein Rezept für einen veganen Hefezopf mit Mohn und einen veganen Hefezopf mit Nussfüllung, aber noch keins für einen ganz klassischen Hefezopf. So ganz back to basics eben.
Ein Gebäck mit langer Geschichte
Dass der Hefezopf zu Ostern gehört, ist kein Zufall: Erste Belege für Hefegebäck an Ostern stammen aus dem 12. Jahrhundert. Da das christliche Osterfest an das jüdische Pessach angelehnt ist – bei dem traditionell nur ungesäuertes Brot gegessen wird – wurde Hefe als alternatives Backtriebmittel genutzt. Der süße, butterreiche Teig steht außerdem für das Ende der Fastenzeit: Endlich darf man wiederso viel Butter essen, wie man mag. Wie schön!
Unser veganer Hefezopf trägt diese Tradition genauso weiter – nur eben ganz ohne tierische Zutaten. Pflanzliche Butter, Soja-Vanillemilch und frische Hefe ergeben einen Teig, der genauso fluffig und aromatisch wird wie das Original. Wer mag, serviert ihn mit Marmelade – mehr braucht es gar nicht.
Was ihr über Hefeteig wissen solltet
Hefeteig ist kein schwieriger Teig, aber er verlangt eines: Geduld. Die pflanzliche Milch sollte lauwarm sein – ist sie zu heiß stirbt die Hefe ab, zu kalt und sie fängt gar nicht erst mit der Arbeit an. Circa 37 °C sind ideal. Wer kein Thermometer zur Hand hat: Ein Tropfen auf dem Handgelenk sollte sich weder warm noch kalt anfühlen. Wir greifen beim Backen übrigens am allerliebsten zu Sojamilch.
Außerdem gilt: Je länger der Teig geht, desto aromatischer wird er. Wer Zeit hat, kann ihn auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen – das macht den Geschmack noch runder.
Flechten für Anfänger*innen
Vier Stränge klingen erstmal nach viel, aber mit ein bisschen Übung geht es schneller als gedacht. Wir haben im Rezept einen Link zu einer guten Video-Anleitung eingebaut – einmal anschauen und schon klappt es. Und falls der erste Zopf etwas schief gerät: Hagelzucker und Marmelade kaschieren vieles.
Wer noch mehr Rezepte für Ostern sucht: Bei uns auf dem Blog werdet ihr auf jeden fall fündig, egal ob ihr süße Löffeleier oder herzhafte Rezepte für euren Osterbrunch wollt.
Klassischer veganer Hefezopf
Zutaten
Für den Hefeteig:
- 200 ml Soja-Vanillemilch oder ein anderer pflanzlicher Drink
- 70 g Zucker
- 7 g frische Hefe
- 400 g Mehl (Type 405 oder 630)
- 1 TL Salz
- 100 g vegane Butter
Für das Topping:
- vegane Sahne zum Bestreichen
- Hagelzucker
- Marmelade zum Servieren
Zubereitung
Pflanzliche Milch leicht erwärmen – sie sollte lauwarm sein, also circa 37 °C, aber auf keinen Fall heiß, sonst stirbt die Hefe ab. Hefe und den gesamten Zucker in der Milch auflösen und circa 10 Minuten stehen lassen, bis die Mischung leicht schäumt.
Mehl, Salz und zimmerwarme vegane Butter hinzufügen und alles zu einem glatten, elastischen Teig kneten – circa 10 Minuten von Hand oder 5–7 Minuten mit der Küchenmaschine. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und nicht mehr kleben.
Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort circa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und in vier gleich schwere Stücke teilen. Jedes Stück zu einem langen Strang ausrollen.
Die vier Stränge oben zusammendrücken und zu einem Zopf flechten, die Enden gut festdrücken. Hier findet ihr eine gute Anleitung dafür. Den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, erneut abdecken und circa 30 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zopf mit etwas veganer Sahne bestreichen und großzügig mit Hagelzucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen 25–30 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Direkt nach dem Backen nochmals mit veganer Sahne bestreichen. Klingt der Boden beim Klopfen hohl, ist er perfekt durchgebacken. Mit Marmelade servieren.
