Vegane Nudelsuppe à la italienische Pastina
Ich denke immer mal wieder daran, wie es so war, als Kind krank zu sein. Eingemummelt in die Bettdecke lag ich auf dem Sofa und genoss einige Ausnahmen: Ich durfte ab und zu sogar auf besagtem Sofa essen und dabei viel mehr fernsehen als sonst. Irgendwie schön und auch so anders als heute: Mittlerweile bin ich entweder so krank, dass nicht mal Lesen im Bett funktioniert, oder schon wieder so fit, dass ich mir wenig Ruhe gönne und denke, dass ein bisschen Arbeiten am Laptop doch eigentlich klar geht. Das einzige, das geblieben ist, sind meine Essensvorlieben: Zwieback, getunkt in heißem Tee, und dazu eine Nudelsuppe. Je nach Krankheitsgrad schwankt das zwischen einer Buchstaben- oder Sternchensuppe aus der Tüte und einer selbstgemachten Nudelsuppe. Und so bin ich auf Pastina gestoßen, sozusagen die italienische Version davon.
Was ist Pastina-Suppe und warum heißt sie „italienisches Penicillin“?
Die Pastina-Suppe ist das, was italienische (Groß-)Eltern ihren (Enkel-)Kindern kochen, wenn diese sich krank fühlen: eine leicht cremige, wohltuende Suppenbrühe mit winzig kleinen Nudeln, die in Italien „Pastina“ genannt werden. Der Begriff ist die Verniedlichung von Pasta und bedeutet schlicht „kleine Pasta“. In Italien ist Pastina-Suppe, ähnlich wie bei uns die Buchstabensuppe oder der Hühner-Nudeltopf, ein pures Comfort Food. Sie wird traditionell aus Hühnerbrühe, winzigen Nudeln, Parmesan und einem Ei zubereitet und gilt als das Hausmittel schlechthin bei Erkältungen, Bauchschmerzen oder einfach, wenn man sich nicht gut fühlt. Daher wird sie auch liebevoll „italienisches Penicillin“ genannt. Für unsere vegane Version nehmen wir natürlich Gemüsebrühe und ersetzen den Parmesan durch Hefeflocken.
Was macht die Suppe so besonders (gesund)?
Das Geheimnis der Pastina-Suppe liegt im pürierten Gemüse. Es wird zunächst in der Brühe recht schonend gekocht, dann herausgenommen und püriert. Das cremige Gemüsepüree kommt anschließend zurück in die Brühe und gibt der Suppe eine herrlich sämige Konsistenz. Beim Testkochen im Büro gingen die Meinungen dazu auseinander – manche mochten die Suppe lieber, wenn sie cremiger war, andere bevorzugten eher eine Brühe-Konsistenz. Daher könnt ihr hier nach eurem eigenen Geschmack vorgehen und gebt einfach mehr Wasser dazu, bis euch die Suppenkonsistenz gefällt.
Welche Nudeln eignen sich für die Suppe?
Pastina gibt es in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Sternchen, Buchstaben oder Muscheln. Im Prinzip könnt ihr alle veganen Suppennudeln verwenden, die euch in die Finger kommen. So einfach ist das nämlich nicht, denn viele Suppennudeln enthalten Eier. In größeren Supermärkten, Bioläden und in türkischen Supermärkten finden wir aber eigentlich immer eine vegane Auswahl. Alternativ könnt ihr auch Orzonudeln (die wie kleine Reiskörner aussehen) verwenden.
Welches Gemüse eignet sich für die Suppe?
An sich könnt ihr jegliches Gemüse verwenden, das gerade bei euch in der Küche herumliegt. Am klassischsten sind wohl Zwiebel, Knoblauch, Stangensellerie und Möhren, aber auch Zucchini, Lauch, Kartoffeln, Knollensellerie, Pastinaken, Brokkoli oder Spinat passen super dazu.
Noch mehr Nudelsuppen gefällig?
Wenn ihr nach dieser Nudelsuppe immer noch krank sein solltet, dann probiert doch auch unsere anderen Rezepte für eine vegane Nudelsuppe mit Gemüse, eine vegane Reisnudelsuppe oder vegane TanTan Ramen.
Vegane Nudelsuppe à la italienische Pastina
Zutaten
Für die Suppe:
- 2 Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 200 g Möhren
- 2 Stangensellerie
- 1 kleine Zucchini
- 1.5 Liter Gemüsebrühe
- 3 EL Hefeflocken (optional)
- 250 g vegane Suppennudeln (z. B. Sternchennudeln, Buchstabennudeln, Orzonudeln)
- 100 g Tiefkühl-Erbsen
- Salz
- Pfeffer
Zum Servieren:
- Olivenöl
- frische Petersilie
Zubereitung
Zuerst Zwiebeln, Knoblauch, und optional auch die Möhren und Zucchini schälen und zusammen mit dem Stangensellerie in größere Stücke schneiden.
Gemüsebrühe in einen Topf geben und das geschnittene Gemüse dazugeben, salzen und aufkochen lassen. Anschließend abgedeckt bei mittlerer Hitze circa 20 Minuten köcheln lassen.
Das Gemüse mit einer Schöpfkelle herausnehmen und zusammen mit einer Kelle der Flüssigkeit und Hefeflocken in einen Mixer geben oder mit einem Pürierstab glatt mixen.
Den pürierten Gemüsemix zurück in den Topf geben und die Brühe nochmal aufkochen lassen. Dann die veganen Suppennudeln und Tiefkühl-Erbsen dazugeben und die Nudeln al dente kochen lassen. Nach Bedarf mehr Brühe oder Wasser dazugeben, wenn euch die Suppe zu cremig ist.
Die Suppe vor dem Servieren erneut mit Salz, Pfeffer und Hefeflocken abschmecken. Mit etwas Olivenöl und gehackter Petersilie bestreuen.
