Grüne Sommerrollen mit Zuckerschoten und Sesam-Dip

Wenn wir Sommerrollen auf der Speisekarte im vietnamesischen Restaurant sehen, ist die Frage gar nicht, ob wir sie bestellen, sondern nur, ob uns zwei davon reichen. Wie sah unser Leben denn aus, bevor wir Sommerrollen kannten?! Trostlos, grau und öde. Okay, wir mögen hier vielleicht etwas übertreiben, aber dass wir Sommerrollen lieben, ist Fakt. Allerdings nicht nur, wenn wir sie im Restaurant serviert bekommen, sondern auch, wenn wir sie selbst machen können. Das ist zu kompliziert? Nur, wenn man alles allein wuppen will.

Der Sommerrollen-Stammtisch
Ursprünglich kommen Sommerrollen, Gỏi cuốn genannt, aus der vietnamesischen Küche, wo frische Reispapierrollen mit Reisnudeln, Kräutern, Gemüse und oft Fleisch oder Garnelen als leichte, kalte Mahlzeit mit Dips wie Nuoc Cham oder Erdnusssoße serviert werden.

Und tatsächlich sind Sommerrollen eine herrliche Gruppenaktivität, die euren Freundeskreis zusammenbringen. Stellt euch nur vor: ein monatlicher Sommerrollen-Stammtisch? Bitte ladet uns ein! Erst schnippelt man zusammen und dann rollt man seine eigenen Lieblingszutaten gemeinsam am Tisch – jede*r soviel man mag. Und wenn ihr Themenabende mögt, dann kommen diese grünen Sommerrollen doch gerade recht. Die einen schneiden Gurken, Zuckerschoten und Tofu, andere kochen die Reisnudeln, Gruppe drei bereitet Kräuter, Sprossen und Salatblätter vor und die vierte Fraktion darf den Sesam-Dip anrühren. Jetzt braucht ihr nur noch eine Schale Wasser für das Reispapier und los geht’s.

Für weitere Stammtische stehen euch unsere Herbstrollen mit Kürbis, Winterrollen mit Quitten-Dip und bunten Sommerrollen mit gleich zwei Dips zur Stelle. Und wenn ihr irgendwann keine Lust mehr aufs Rollen habt, macht doch einfach einen Sommerrollen-Salat aus euren restlichen Zutaten.

Der Salatblatt-Hack
Falls ihr beim Rollen schon mal kurz vor dem Ausrasten wart: Wir sehen euch. Wir fühlen euch. Reispapier kann schnell reißen, wenn man es ein paar Sekunden zu lang eingeweicht hat. Und noch holpriger wird’s, wenn man nicht nur stabile Zutaten in akkurater Länge zusammen einrollt, sondern auch ein paar Minzblätter umherfliegen und sich weiche Reisnudeln und unförmige Avocadoscheiben darunter befinden. Unser Trick, der uns dabei wirklich schon oft gerettet hat: Wir schnappen uns ein größeres Salatblatt und wickeln zuerst alle Zutaten – also in diesem Fall Reisnudeln, Tofu, Gurke, Zuckerschoten, Sprossen und Kräuter – in dieses Blatt ein. Dadurch habt ihr im Prinzip eine kleine „Salatrolle“, die ihr anschließend nur noch mit dem Reispapier einpackt. Die Füllung bleibt zusammen, ihr müsst weniger kämpfen, und selbst wenn ihr mit Rollen noch nicht so viel Erfahrung habt, werden die Ergebnisse deutlich stabiler UND eure Rolle erhält einen zusätzlichen Salatcrunch.

So könnt ihr das Rezept abwandeln
Bei den Zutaten haben wir uns vor allem farblich orientiert: Gurke, Zuckerschoten, grüne Sprossen, Koriander, Minze – dazu Tofu und Reisnudeln, auch wenn sie nicht grün sind. Ihr könnt das Rezept easy anpassen und zum Beispiel grüne Paprika oder dünn geschnittenen Spargel ergänzen, je nachdem, was gerade in Saison ist und was ihr in der Küche habt. Und weil wir zwar Erdnuss-Dip als klassischen Dip zu Sommerrollen lieben, euch aber auch neue Ideen zeigen wollen, haben wir diesmal einen Sesam-Dip mit Tahin, Sojasoße, Reisessig, Knoblauch, Limette und etwas Agavendicksaft gemacht – auch sehr lecker! Worauf wartet ihr also noch? Freund*innen zusammentrommeln und los geht’s!

Grüne Sommerrollen mit Zuckerschoten und Sesam-Dip

ca. 10 Sommerrollen
30 Minuten

Zutaten

Für die Sommerrollen:

  • 200 g Zuckerschoten
  • 1 Gurke
  • ca. 15 g Minze
  • ca. 30 g Koriander
  • 300 g frittierter Tofu (oder anderer fester Tofu)
  • 100 g dünne Reisnudeln
  • ca. 30 g Sprossen
  • 10 Salatblätter (optional)
  • 10 Blätter Reispapier

Für den Sesam-Dip:

  • 100 g Tahin
  • 2 EL Sojasoße (oder Tamari für eine glutenfreie Option)
  • 1 EL Reisessig
  • 1 Limette (Saft und Abrieb)
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1 kleine Knoblauchzehe

Zubereitung

  1. Zuerst alle Zutaten vorbereiten und vorschneiden – am besten auf gleiche Länge, damit euch das Rollen später leichter fällt. Die Enden der Zuckerschoten falls nötig abschneiden und eventuelle zähe Fäden entfernen. Die Gurke in dünne Streifen schneiden. Die Minzblätter von den Zweigen zupfen oder Koriander waschen. Den Tofu in längliche Stücke schneiden und die Reisnudeln nach Packungsanweisung kochen.

  2. Für den Dip Tahin, Sojasoße, Reisessig, Limettensaft und -abrieb und Agavendicksaft verrühren. Eine Knoblauchzehe schälen und dazu reiben. Den Dip abschmecken und gegebenenfalls etwas mehr der Zutaten dazugeben.

  3. Ein Blatt Reispapier wenige Sekunden komplett in warmes Wasser tunken und danach auf eine saubere Arbeitsfläche legen. Die Zutaten für die Füllung in der Mitte des unteren Drittels des Papiers übereinanderlegen. Die linke und rechte Seite des Reispapiers vorsichtig über die Füllung legen und danach eng von von unten nach oben einrollen. Die restlichen Rollen auf die gleiche Weise vorbereiten.

Tipp: Wenn euch das Rollen im Reispapier zu schwierig scheint, rollt zuerst alle Zutaten in ein Salatblatt ein. Danach legt ihr die Salatrolle auf das eingeweichte Reispapier und rollt es wie oben beschrieben ein.

  1. Die grünen Sommerrollen mit dem Sesam-Dip servieren.

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