Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben

Wenn man ganz genau hinschaut, entdeckt man, dass ich eins meiner allerliebstes Gerichte (Kartoffeln mit veganem Quark) auf diesem Blog schon in mehreren abgewandelten Varianten untergebracht habe. Da gibt es natürlich das klassische Rezept, aber auch einen großen Süßkartoffel-Rösti mit Zitrone-Kräuter-Quark, knusprige Ofenkartoffeln mit Dips und sogar Kartoffelwaffeln mit… eeh, huch, na sowas, Quark . Machen wir uns also nichts vor, auch heute zieh ich der beliebten Hausmannskost einfach nur einen anderen Mantel drüber, aber der hat es dafür in sich, versprochen!

Heute wird es hyper-super-ultra-knusprig!
Wenn ihr auf Social Media unterwegs seid und euch für Essen interessiert, werdet ihr nicht um die „15 Hour Potatoes” oder auch „Thousand Layer Potatoes” drum herum gekommen sein. Dieses Rezept gab’s ehrlich gesagt auch schon vorher, aber die große Bühne hat es erst dank TikTok betreten. Während ein 15-Stunden-Rezept ziemlich viele Menschen abgeschreckt hat, klingt eine Kartoffel mit tausend Schichten doch ziemlich verlockend, oder? Ehrlich gesagt verbringt ihr den Großteil der Zeit jedoch schlafend und der Rest ist easy erledigt, also habt keine Sorge und „traut euch heran”. Am Ende habt ihr … einen Snack? Eine Beilage? Die größten Chips der Welt? Ein klitzekleines knuspriges Kartoffelgratin? Es ist von allem ein bisschen und das macht es so fabelhaft!

Und so geht’s!
Das Schneiden der Kartoffeln nimmt den Großteil der aktiven Zubereitungszeit ein. Hierfür lohnt sich ein Gemüsehobel, weil ihr mit Schneidebrett und Messer wohl doch eher 15 Stunden mit dem Schneiden verbringen werdet. Sobald ihr diesen Schritt erledigt habt, müsst ihr die Kartoffelscheibe nur noch mit den restlichen Zutaten vermengen und (ebenfalls mit etwas Geduld) in einer Kastenform schichten. Die bekannten Rezepte benutzen beim Vermengen reiiiichlich tierisches Fett. Beim Testkochen stellte sich jedoch heraus, dass es auch mit pflanzlichem Fett funktioniert und schon ein Bruchteil davon reicht, um alle Kartoffeln zu verbinden. Zusätzlich hilft etwas Kartoffelmehl und Speisestärke. Um dem Ganzen mehr Geschmack zu geben, driftete ich in meinem Kopf Richtung Kartoffelgratin ab, weshalb ihr im Rezept auch vegane Sahne, Hefeflocken und getrockneten Rosmarin findet.

Nach dem Schichten beginnt die erste Wartephase. Dann muss die Kastenform nämlich für ca. 2 Stunden in den Ofen. Anschließend beschwert ihr die Kartoffeln von oben (zum Beispiel mit Konserven) und lasst sie über Nacht im Kühlschrank ruhen – das ist die zweite Wartephase. Am nächsten Tag habt ihr einen relativ kompakten Block Kartoffelscheiben, den ihr nur noch in breite Scheiben und in relativ viel Fett anbraten müsst, bis sie knusprig sind. Wer möchte, darf an dieser Stelle natürlich auch gern frittieren (oder einen Airfryer verwenden).

Zum Servieren reicht mir persönlich, und da schließt sich der Kreis, veganer Quark mit ein bisschen Dill und Kresse. Auch eingelegte Zwiebeln oder etwas veganer Parmesan wären tolle Toppings. Ich bin mir sicher, dass ihr das passende „Sahnehäuben” für eure Kartoffeln finden werdet.

Die Kirsche auf unserem „Sahnehäubchen”? Unsere Praktikantin Lara hat für euch eine wunderbare Playlist mit Klassikern zusammengestellt, die praktischerweise genauso lang ist wie die Zubereitungszeit dieses Rezepts. Ihr findet sie hier auf Spotify.

R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben
R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben
R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben

Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben

1 Kastenform (20-25 cm)
40 Minuten (+ 2 Stunden Backzeit + 8 Stunden Ruhezeit)

Zutaten

Für die Kartoffeln:

  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 EL Kartoffelmehl (oder Speisestärke)
  • 3 EL vegane Kochsahne
  • 3 EL Hefeflocken
  • 2 TL getrockneter Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer
  • Pflanzenöl zum Braten

Zum Servieren:

  • vegane Crème fraîche
  • frischer Dill
  • Kresse

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln gründlich säubern und mit einem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden. Ihr könnt sie davor schälen, müsst es aber nicht.

  2. Die Kartoffelscheiben anschließend in einer Schüssel mit neutralem Öl, Kartoffelmehl, veganer Sahne, Hefeflocken, getrocknetem Rosmarin und reichlich Salz und etwas Pfeffer vermengen.

  3. Den Backofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, sodass es über den Rand geht. Die Kartoffelscheiben darin auslegen und Lage für Lage übereinander schichten. Das überhängende Backpapier über den Kartoffeln zusammenfalten und die Form ca. 2 Stunden in den Ofen stellen.

  4. Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Anschließend mit schweren Konserven beschweren und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

  5. Am nächsten Tag den Kartoffelblock aus der Form und dem Backpapier nehmen und in breite Scheiben schneiden. Reichlich Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und die dicken Kartoffelscheiben von beiden Seiten anbraten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Anschließend aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen.

  6. Die knusprigen Kartoffelscheiben nach Belieben servieren, z. B. mit veganer Crème fraîche, frischem Dill und Kresse.

R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben
R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben
R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben
R807 Superknusprige „Thousand Layer” Kartoffelscheiben

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