Udon Curry mit Tofu, Pak Choi und Mais
Wenn ich abends wenig Zeit, aber viel Hunger habe, komme ich immer wieder auf Gerichte mit asiatischen Nudeln zurück – vor allem auf Udonnudeln, die einfach ruckzuck fertig sind. Ein paar dieser Rezepte gibt es schon auf dem Blog: schnelle gebratene Nudeln mit Gemüse, Tofu und Erdnusssoße, One Pot Udon Nudeln mit Ingwer, Gemüse und Tofu, Hot Oil Udonnudeln mit knusprigen Tofubröseln und vor allem im Sommer liebe ich kalte Udonnudeln in Sesamsoße mit Chili-Sojagranulat. Heute kommt ein Rezept dazu, das in unter 30 Minuten fertig ist und bei dem ihr besonders viel variieren könnt, denn ich habe es schon mit den unterschiedlichsten Soßen und Toppings gegessen.
Diese Curry- und Würzpasten eignen sich für das Rezept
Ihr könnt das Rezept im Prinzip komplett nach eurem Geschmack anpassen. Grundlagen sind Udonnudeln, die mit gebratenem Tofu und Pak Choi in einer Schüssel landen und dann mit einer Soße euer Wahl übergossen werden. Dafür verrührt ihr einfach Kokosmilch mit einer Curry- oder Würzpaste, die ihr gerade zu Hause habt. Hier sind ein paar Optionen, die ich schon ausprobiert habe:
- Japanische Currypaste: Im Asiamarkt findet ihr die bekannten Golden Curry Würfel in allen Schärfegraden. Sie verwendet man für das klassische Curry Udon, das dieses Rezept hier beeinflusst hat und eine Kombination aus einer Udonsuppe und einem japanischen Curry ist.
- Rote, gelbe und grüne Thai-Currypaste: Ihr bekommt sie im Asiamarkt, aber es sollte sie mittlerweile auch in fast jedem gut sortierten Supermarkt geben. Die gelbe Currypaste ist am mildesten, die rote Currypaste mittelscharf und die grüne Currypaste tatsächlich am schärfsten.
- Massaman Currypaste: Eine eher mildere, leicht süßliche Thai-Currypaste mit warmen Gewürzen wie Zimt und Kardamom. Perfekt, wenn ihr es etwas weniger scharf, aber trotzdem aromatisch mögt. Bekommt ihr ebenfalls im Asiamarkt.
- Misopaste: Ist keine Curry-, sondern eine fermentierte Würzpaste, aber ich nehme sie auch richtig gern für dieses Rezept. Sie bringt eher einen herzhaften Umami-Geschmack und sorgt für eine ganz andere, aber auch sehr leckere Richtung – perfekt, wenn ihr keine Lust auf Schärfe habt.
Diese Toppings passen perfekt dazu
Im Rezept habe ich mich für eine Kombination aus Räuchertofu, Mais aus der Dose, Pak Choi, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer entschieden, die alle gemeinsam vorher angebraten werden. Zum Servieren kommen dann noch Chili Crunch, Sesam, Koriander und Limettensaft dazu.
Ihr könnt aber auch hier kreativ werden und das Topping nach Lust und Laune anpassen. Gebratene Pilze, Edamame, geröstete Erdnüsse oder Cashews, auch gebratene Aubergine, frische Gurke oder Sojasprossen würden sich toll eignen.
Zum Schluss noch ein kleiner „Geheimtipp”
Ich habe eigentlich immer getrocknete Pilze zu Hause, die man vorher einweichen muss. Ab und zu vergesse ich jedoch das Einweichen und wechsle dann auf Plan B und reibe sie einfach, ähnlich wie eine Muskatnuss. Die geriebenen Pilze sind optional, sorgen aber für extra Würze und einen kleinen Umami-Kick.
Udon Curry mit Tofu, Pak Choi und Mais
Zutaten
Zum Anbraten:
- 200 g Räuchertofu
- 1-2 Pak Choi
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1–2 Knoblauchzehen
- 10 g Ingwer
- 200 g Mais aus der Dose
- 1 EL Sojasoße
- 1 TL Agavendicksaft
- 2–3 getrocknete Shiitake Pilze (optional)
- Salz
- Pfeffer
- Erdnussöl zum Braten
Außerdem:
- 1–2 EL Currypaste
- 400 ml Kokosmilch
- 600 g vorgekochte Udonnudeln
- Wasser (optional)
Zum Servieren:
- Chili Crunch
- Sesam
- frischer Koriander
- Limette
Zubereitung
Zuerst alle Zutaten vorbereiten und schneiden: Räuchertofu grob reiben. Pak Choi und Frühlingszwiebeln jeweils in feine Ringe und Streifen schneiden und den grünen Teil vom weißen Teil trennen. Knoblauch und Ingwer reiben und den Mais aus der Dose abgießen.
Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und zunächst den Mais aus der Dose darin anbraten, bis er knusprig ist. Danach herausnehmen, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseitestellen.
Erneut etwas Öl in der Pfanne erhitzen und anschließend den Räuchertofu darin gut anbraten, bis er gut gebräunt ist. Sojasoße und Agavendicksaft dazugeben und weitere 2–3 Minuten anbraten. Dann den weißen Teil der Frühlingszwiebeln, vom Pak Choi, geriebenen Knoblauch und Ingwer dazugeben und weitere 5 Minuten braten. Die getrockneten Pilze fein reiben und dazugeben.
Parallel dazu Currypaste und Kokosmilch in einem Topf verrühren und zum Kochen bringen. Die Udonnudeln entweder kurz in heißem Wasser oder direkt in der köchelnden Soße ziehen lassen. In letzterem Fall bei Bedarf etwas Wasser dazugeben, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat.
Zum Servieren die Udonnudeln zusammen mit den gebratenen Zutaten aus der Pfanne in eine Schüssel geben und mit der Soße aufgießen. Mit dem grünen Teil des Pak Choi, der Frühlingszwiebeln und nach Wunsch Chili Crunch, Sesam, Koriander und Limettensaft toppen.
