Veganes Menemen (Türkisches Rührei mit Tomaten)
Frühstück ist ja so eine Sache. Die einen schwören auf süß, die anderen wollen morgens schon was Herzhaftes. Und dann gibt es noch die Fraktion, die einfach gar nichts runterkriegt. Aber falls ihr zur herzhaften Frühstücks-Gang gehört oder euch Marmeladenbrötchen und Müsli langsam aus den Ohren rauskommen, haben wir heute ein Rezept für euch, das nicht nur super lecker, sondern auch super easy nachzumachen ist: veganes Menemen!
Menemen ist DER türkische Frühstücksklassiker schlechthin – eine Art Rührei mit Tomaten, Paprika und Zwiebeln, das in der Pfanne zusammen geschmort wird. Traditionell wird es direkt aus der Pfanne mit frischem Fladenbrot gegessen, und genau das macht es so herrlich unkompliziert. Kein fancy Anrichten, kein Gedöns – einfach Pfanne auf den Tisch, Brot dazu, fertig.
Vom Original zur veganen Version
Wir haben das Rezept von einer Freundin abgestaubt, die es von ihrer Mama gelernt hat. Und mit dazu die essenziellen Tipps. Zum Beispiel: Viel Fett ist bei Menemen einfach unerlässlich! Wir haben das Rezept dann nur noch veganisiert und ein bisschen angepasst: Statt Ei kommt bei uns Tofu in die Pfanne – was das Ganze nicht nur pflanzlich, sondern auch super schnell macht.
Welcher Tofu funktioniert am besten?
Wir haben beim Testkochen Seidentofu verwendet. Der ist sehr weich und lässt sich wunderbar in der Tomatensoße verrühren – allerdings hat er kaum Biss. Wenn euch das nicht stört, go for it! Unsere Empfehlung ist weicher Naturtofu, am besten aus dem Asiamarkt. Der hat mehr Struktur und erinnert von der Konsistenz her stärker an Rührei. Falls ihr gerade keinen zur Hand habt, funktioniert aber auch jeder andere (weiche) Naturtofu, den ihr einfach in die Pfanne bröselt.
Kala Namak: Nice to have, aber kein Muss
Im Rezept steht Kala Namak als optionale Zutat. Das ist ein Schwefelsalz, das veganen Eierspeisen den typischen Ei-Geschmack gibt – ihr kennt das vielleicht schon von veganem Rührei. Wichtig: Kala Namak verfliegt beim Erhitzen, deshalb streut es erst über den Tofu, nachdem ihr die Pfanne vom Herd genommen habt. Aber mal ehrlich: Wenn ihr keins zu Hause habt, dann lasst es einfach weg. Das Menemen schmeckt auch so richtig gut, weil die Tomaten-Paprika-Kombi schon so viel Geschmack mitbringt.
Achtung, scharfe Paprika!
Kleine Warnung vorweg: Die türkischen grünen Spitzpaprika (Sivri biber) können manchmal überraschend scharf sein. Wir haben beim Testkochen einmal eine Ladung erwischt, die uns noch eine Weile auf den Lippen gebrannt hat. Deshalb unser Tipp: Probiert erst mal die Tomaten-Paprika-Mischung, bevor ihr zusätzlich noch Chilipulver hineingebt.
Warum Menemen euer neues Lieblingsfrühstück wird
Erstens: Es geht fix. In 30 Minuten steht alles auf dem Tisch, und zwar ohne dass ihr euch dabei verausgabt. Zweitens: Es macht richtig schön satt und ist dabei noch herrlich gesellig. Und drittens: Es ist unfassbar lecker. Wenn ihr jetzt Lust habt, noch mehr herzhafte Frühstücksideen aus Tofu auszuprobieren, dann schaut euch doch auch mal unser veganes Rührei ohne Tofu, unser veganes Omelett mit Spargel oder unsere veganen Eggs Benedict an.
Veganes Menemen (Türkisches Rührei mit Tomaten)
Zutaten
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 5 türkische grüne Spitzpaprika
- 2 EL Tomatenmark
- 2 Dosen (800 g) ganze Tomaten oder 8 frische Tomaten (je nach Saison)
- 2 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Chilipulver (optional, falls die Paprikas nicht scharf sind)
- 1 TL Agavendicksaft
- 200 g weicher Naturtofu (z. B. aus dem Asiamarkt)
- Kala Namak (optional)
- Petersilie
- Fladenbrot
- Olivenöl zum Braten
- vegane Butter zum Braten
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
Die Zwiebel und den Knoblauch klein und die Paprika in mundgerechte Stücke schneiden.
In ordentlich Olivenöl und veganer Butter zuerst die Zwiebel- und die Paprikastückchen anbraten, bis beides gebräunt ist. Dann den Knoblauch dazugeben und alles zusammen bei mittlerer Hitze 5–10 Minuten weiterbraten. Schon jetzt mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
Das Tomatenmark dazugeben und circa 3 Minuten mit anbraten. Dazu kommen die Dosentomaten und alles wird mit Paprikapulver, Chilipulver (optional) und etwas Agavendicksaft gewürzt und abgeschmeckt. Abgedeckt erneut 5–10 Minuten einkochen lassen und währenddessen die Tomaten etwas kleindrücken.
Zum Schluss den Tofu in Stücke zupfen und verteilen, leicht verrühren und mit einer Prise Kala Namak würzen. Serviert wird alles mit gehackter Petersilie und Fladenbrot.
