Wenn ich an Nudelsuppen denke, kommen direkt wieder die Erinnerungen an meine Urlaube in Österreich als Kind hoch. Ja, ich erzähl jetzt nicht wieder vom Wandern und von Almdudler, das hab ich ja alles schon in diesem Rezept getan. Aber was man beim Vergleich der beiden Gerichte natürlich sofort sieht: Nudelsuppe ist nicht gleich Nudelsuppe (Hauptsache, man reibt am Ende frischen Muskat darüber).

Während meine „Wander-Nudelsuppe“ eine klare, leicht buttrige Brühe mit Suppengemüse und -nudeln ist, wird es heute deftiger auf eine andere Art. Statt der klaren Brühe gibt es eine cremige Suppe, statt der Suppennudeln vegane Tortellini. Ich gebe zu, dass man auch einfach deutlich weniger Flüssigkeit bei diesem Rezept verwenden könnte und am Ende bei Tortellini in Sahnesoße herauskommt – das hier ist einfach die suppige Cousine dieses Gerichts, schmeckt aber genauso sehr (wenn nicht noch mehr) nach Comfort Food. Schließlich ist das Löffeln einer warmen Suppe ja genau das, was man jetzt in der kalten Jahreszeit braucht. Ich überlasse es auf jeden Fall euch, ob ihr die Flüssigkeitsmenge anpasst und etwas weniger (oder mehr) verwenden wollt.

Bei den veganen Tortellini könnt ihr natürlich zu einer Füllung eurer Wahl greifen und auch Ravioli oder eine andere Art von gefüllten Nudeln verwenden. Je nachdem, was ihr verwendet, könnte sich die Zubereitungszeit auch verkürzen oder verlängern, denn bei der Kochzeit haltet ihr euch am besten an die Vorgabe auf der Verpackung. Ganz zum Schluss geben wir noch frischen Spinat dazu, der in wenigen Minuten zusammenfällt. Wer den nicht mag, kann alternativ auch Mangold oder Grünkohl hinzufügen.

Vegane Tortellini-Suppe

4 Portionen
40 Minuten

Zutaten

  • 250 g vegane Tortellini
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Möhren
  • 1 Pastinake
  • 150 g Lauch
  • 50 g frischer Spinat
  • 2 EL Mehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 400 ml pflanzliche Sahne
  • 300 ml Wasser
  • 1 TL Chiliflocken
  • 2 EL Hefeflocken (optional)
  • 1 Prise Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Zitronensaft
  • Pflanzenöl zum Anbraten

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Möhren und Pastinake (diese schälen) ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Lauch waschen und in dünne Ringe schneiden. Frischen Spinat ebenfalls waschen und grob hacken.

  2. Pflanzenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zuerst die Zwiebelwürfel ca. 2-3 Minuten anschwitzen, bis sie glasig sind. Danach Pastinake und Möhren dazugeben, mit einer Prise Zucker bestreuen und ca. 5 Minuten anbraten, bis die Möhre leicht karamellisiert. Nun Knoblauch und Chiliflocken dazugeben und weitere ca. 2-3 Minuten anbraten, bis alles leicht gebräunt ist.

  3. Das Gemüse mit Mehl bestäuben und 1-2 Minuten erhitzen. Danach Gemüsebrühe und Wasser aufgießen, die pflanzliche Sahne dazugeben und alles gut verrühren. Die Suppe einmal aufkochen lassen.

  4. Sobald die Flüssigkeit kocht, vegane Tortellini und Lauch dazugeben und alles mit Salz, Pfeffer und optional mit Hefeflocken würzen. Alles so lange köcheln lassen, bis die Tortellini gar sind (achtet hier am besten auf die Angabe der Packung), dabei immer mal wieder umrühren. Falls die Suppe zu dick wird, etwas Wasser dazugeben. In den letzten 2-3 Minuten den frischen Spinat dazugeben.

  5. Die Tortellinisuppe mit etwas Zitronensaft beträufeln und zum Servieren noch mal abschmecken und mit frisch geriebenem Muskat bestreuen.

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