Tofu à la Bordelaise mit Zitronen-Senf-Soße, Kartoffeln und Erbsen

Wünsch Dir Was: In unserer Serie „Wünsch dir was“ entwickeln wir Rezepte, die ihr euch von uns gewünscht habt. Egal ob vegane Schokobons, Arme Ritter oder vegane Mettbrötchen. Du hast auch ein Wunschrezept? Dann schick uns eine Mail an hello@zuckerjagdwurst.com. Bis dahin findest du alle bisherigen Wunschrezepte hier.

„Schlemmerfilet à la Bordelaise“ – was genau soll das eigentlich sein? Die Frage habe ich mir gestellt, als ich das Gericht mehrmals auf eurer Wunschliste entdeckte (regelmäßig fragen wir euch ja auf Instagram, welche Rezepte ihr gern bei uns sehen würdet). Und ehrlich gesagt, habe ich das Fischfilet auch nie gegessen, war also bei der veganen Umsetzung zunächst vollkommen verloren. Was dagegen hilft? Recherche im Internet und die Rekrutierung von Freund:innen, die sich besser mit dem Schlemmerfilet auskennen.

Bei „à la bordelaise“ könnte man ja meinen, dass dieses Fischfilet irgendwas mit der französischen Küche und Bordeaux zu tun hat, aber weit gefehlt. Bei der „Sauce bordelaise“ handelt es sich um eine Rotweinsoße mit Schalotten und Kräutern, die vor allem zu Fleisch und Gemüse serviert wird. Vielleicht ist es also eher die französische Garnitur „à la bordelaise“, die namensgebend war? Nein, diese helle Weißweinsoße wird zwar zu Fisch serviert, hat aber gar nichts mit der Panade eines „Schlemmerfilets“ zu tun. Denn die besteht laut Zutatenliste aus:

„Wasser, Paniermehl (Weizenmehl, Wasser, Hefe, Salz, Dextrose), Rapsöl, Zwiebeln, Speisequarkzubereitung (Speisequark, Joghurt mild aus entrahmter Milch), Petersilie, Stärke, Salz, Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat, Eipulver, Gewürze (Zwiebelpulver, Paprikapulver, Knoblauchpulver), Meersalz“

Was auch immer sich also Iglo dachte, es muss ein cleveres Marketing-Genie gewesen sein, dass sich diesen Produktnamen ausdachte. Also widmete ich mich Freund:innen, die das Schlemmerfilet bereits gegessen haben und dabei halfen, dieses Rezept zu testen und zu optimieren. Natürlich schmeckt Naturtofu nicht nach Fisch – es ging mir mehr darum, der Panade darauf näher zu kommen und ein richtiges Sonntagsessen damit zu kreieren – mit Kartoffeln, Erbsen und einer cremigen Zitronen-Senf-Soße. Ihr könnt den Tofu aber auch ganz simpel mit knusprigem Brot servieren.

Als kleiner Twist hilft das Noriblatt tatsächlich dabei, dass ein fischähnlicher Geschmack entsteht. Wer mehr Zeit investieren möchte, kann den Tofu auch einen Tag vorher wie bei unserem Rezept für vegane Fischstäbchen marinieren.

Tofu à la Bordelaise mit Zitronen-Senf-Soße, Kartoffeln und Erbsen

2 Personen
45 Minuten

Zutaten

Für den Tofu:

  • 200 g Tofu
  • 1 Noriblatt

Für die Panade:

  • 1 Zwiebel
  • 50 g vegane Butter
  • 50 g Panko (oder Semmelbrösel)
  • 5 g Petersilie
  • 2 TL Paprikapulver (aufgeteilt)
  • 0.5 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Hefeflocken
  • 0.25 Zitrone (Saft)
  • 2 EL veganer Quark (oder Joghurt)
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Soße:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 g Dill
  • 2 EL vegane Butter
  • 2 EL Mehl
  • 75 ml Wasser
  • 125 ml pflanzliche Sahne
  • 1 TL Senf
  • 0.5 Zitrone (Saft und Abrieb)
  • Salz
  • Pfeffer

Zum Servieren:

  • Kartoffeln
  • Erbsen

Zubereitung

  1. Für die Panade eine Zwiebel schälen und fein würfeln. Vegane Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Zuerst die Zwiebel anschwitzen, bis sie glasig ist. Panko (oder Semmelbrösel) dazugeben und gut mit der geschmolzenen veganen Butter vermengen und goldbraun rösten. Die Pfanne danach vom Herd nehmen.

  2. Petersilie fein hacken und zusammen mit 1 TL Paprikapulver, Knoblauchpulver, Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Zitronensaft zur Panade geben und gut vermengen.

  3. Ca. 2 EL der knusprigen Panade in eine Schüssel geben und beiseitestellen. Zu der restlichen Panade veganen Quark (oder Joghurt) und den restlichen 1 TL Paprikapulver geben und gut vermengen, sodass eine orange-rötliche Paste entsteht.

  4. Backofen auf 220°C vorheizen. Naturtofu horizontal halbieren, sodass ihr zwei flachere Stücken bekommt. Diese in eine leicht gefettete Backform legen. Noriblatt zurechtschneiden, sodass ihr zwei Stück Nori habt, die genau auf die Oberfläche des Tofus passen. Den Tofu mit jeweils einem passenden Noriblatt bedecken, danach die Panaden-Paste gleichmäßig auf die beiden Tofuscheiben aufteilen und auf dem Noriblatt verteilen – das darf gern eine dicke Pastenschicht werden. Zum Schluss noch jeweils die Hälfte der knusprigen Panade auf der Paste verteilen und leicht andrücken.

  5. Den Tofu bei 220°C ca. 15 Minuten backen. Danach im Ofen warm halten, bis eure Beilagen fertig sind.

  6. Während der Tofu backt, Kartoffeln in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, salzen und ca. 20 Minuten kochen, bis die Kartoffeln weich sind. Die tiefgekühlten Erbsen ca. 5 Minuten vor dem Ende der Kochzeit mit in den Topf zu den Kartoffeln geben oder in einem separaten Topf mit siedendem Wasser blanchieren, bis sie gar sind.

  7. Während die Kartoffeln kochen, die Soße zubereiten. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken, den Dill ebenfalls fein hacken. Vegane Butter in einem kleinen Topf oder einer Pfanne schmelzen lassen. Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen, bis die Zwiebelwürfel glasig sind. Mit Mehl bestäuben und ca. 2 Minuten anschwitzen. Dann zuerst das Wasser gründlich einrühren, sodass keine Klümpchen entstehen. Sahne, Senf und Zitronensaft einrühren. Zitronenabrieb und gehackten Dill dazugeben und die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es noch zitroniger mag, kann noch mehr Zitronenabrieb dazugeben. Die Soße bei kleiner Hitze warm halten, bis die Kartoffeln und der Tofu fertig sind. Sollte sie zu dick werden, etwas Wasser dazugeben.

  8. Tofu aus dem Ofen mit den Kartoffeln, Erbsen und der Zitronen-Senf-Soße servieren.

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