R675 Vegane Eggs Benedict

Vegane Eggs Benedict

Der letzte Tag unserer Frühstückswoche ist angebrochen und wir enden feierlich mit einem amerikanischen Klassiker: veganen Eggs Benedict. Was ja schon klingt, als würde es sich ausschließen, denn vegane Eier gibt es (bisher) leider noch nicht so einfach zu bekommen wie vegane Wurst- oder Käsealternativen. Und schon gar kein pochiertes Ei. Um euch direkt jegliche Hoffnung zu nehmen – wir werden heute nichts pochieren. Stattdessen wird gemixt, gekühlt, geköchelt und gebacken. Im Prinzip ist dieses Rezept ein Sammelsurium mehrerer bereits existierender Rezepte unseres Blogs.

Die veganen Eier sind dieselben, die ihr von unserem Rezept für vegane Senfeier kennt und basieren auf Seidentofu, den ihr im Bioladen oder Asiamarkt findet. Zusammen mit pflanzlicher Sahne, Kichererbsenmehl, Misopaste, Kurkuma, Agar-Agar, Kala Namak, Salz und Pfeffer wird daraus eine dickflüssige Mischung, die kurz geköchelt wird und dann am besten in Silikonformen landet. Wir hatten dafür halbrunde Eiswürfel-Formen, aber wenn ihr sie nicht habt, müsst ihr natürlich keine extra kaufen. Auch andere Eiswürfelformen funktionieren wunderbar – dann sind eure veganen Eier eben eckig. Ihr könnt es sogar mit den Eiformen probieren, die man in jedem Kühlschrank findet. Wenn ihr jedoch keine Silikonformen benutzt, solltet ihr die Formen sicherheitshalber mit etwas Öl einfetten, damit ihr die Tofu-Eier später auch gut lösen könnt. Die Mischung sollte mind. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen. Wer gar keinen Seidentofu findet oder es sich einfacher machen möchte, kann auch unserem Rezept für vegane Eggs Florentine folgen und einfach eine dicke Scheibe gebackenen Tofu verwenden und mit etwas Kala Namak bestreuen. Den gebackenen Tofu findet man für gewöhnlich im Asiamarkt.

Den Auberginenbacon haben wir ebenfalls schon mal auf den Blog gepackt. Noch öfter machen wir eigentlich einen veganen Speckersatz mit Reispapier, der besonders knusprig wird. Ich habe ihn auch für dieses Rezept getestet, aber muss sagen, dass er sich sehr schwer schneiden lässt und die veganen Eggs Benedict dadurch schlecht zu essen sind. Daher habe ich mich für Aubergine als Basis entschieden, die jedoch in der gleichen Marinade landet und lediglich länger gebacken wird. Wer auf Bacon gar keine Lust hat, kann aber auch hier wieder auf unser Eggs-Florentine-Rezept switchen und stattdessen gedünsteten Spinat verwenden.

Die vegane Sauce Hollandaise kennt ihr von zahlreichen unserer Rezepte. Eine Abkürzung gibt’s aber auch hier, denn es gibt mittlerweile bereits fertige vegane Sauce Hollandaise im Bio- oder Supermarkt.

Eggs Benedict gibt es ja in zahlreichen Varianten, von denen ihr euch auch inspirieren lassen könnt. Wie wäre es zum Beispiel mit „Eggs Hussarde“, bei denen ihr statt englischen Muffins Zwieback verwendet und statt einer Hollandaise eine Sauce Bordelaise. Oder probiert es mal mit „Eggs Atlantic“ und verwendet veganen Möhrenlachs statt veganen Schinken. Und bei „Huevos Benedict“ landet Avocado statt Schinken auf den Muffin und eine Extraportion Salsa on top. Egal, wofür ihr euch entscheidet – einem fancy Frühstück zu Hause steht jetzt nichts mehr im Weg!

R675 Vegane Eggs Benedict

Vegane Eggs Benedict

3-4 vegane Eggs Benedict
75 Minuten

Zutaten

Für das vegane Ei:

  • 150 g Seidentofu
  • 3 EL pflanzliche Sahne
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • 1 TL helle Misopaste
  • 4 TL Agar Agar
  • 1 Prise Kurkuma
  • Kala Namak
  • Salz
  • Pfeffer

Für den Auberginen-Bacon:

  • 1 Aubergine
  • 4 EL Sojasoße
  • 1 EL Liquid Smoke
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 TL Senf
  • Pflanzenöl zum Braten

Für die vegane Hollandaise:

  • 4 EL vegane Butter
  • 2 EL Mehl
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml pflanzliche Sahne
  • 1 TL Senf
  • 1 EL veganen Weißwein
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • (weißer) Pfeffer

Außerdem:

  • 2 Englische Muffins
  • Schnittlauch
  • vegane Butter

Zubereitung

  1. Für die veganen Eier Seidentofu abgießen und zusammen mit pflanzlicher Sahne, Kichererbsenmehl, Misopaste und Agar Agar glatt pürieren. Eine Prise Kurkuma dazugeben und die Mischung mit Salz, Pfeffer und etwas Kala Namak abschmecken. Anschließend ca. 5 Minuten ruhen lassen.

  2. Die Mischung in einen Topf geben und bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 5 Minuten erhitzen, bis sie eine dickflüssige Konsistenz bekommt und Bläschen schlägt. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung in Silikonformen füllen. Erst auf Raumtemperatur herunterkühlen und dann im Kühlschrank ca. 60 Minuten ruhen lassen, bis die veganen Eier eine festere Konsistenz haben. Bei uns hat es für sechs große, halbrunde Formen gereicht.

  3. Den Backofen auf 200°C Ober-und Unterhitze vorheizen. Für die Marinade des Auberginen-Bacons Sojasoße, Liquid Smoke, Ahornsirup und Senf verrühren und in eine flache Schale geben. Die Aubergine in dünne Scheiben schneiden und jede Scheibe einmal in die Marinade tunken, damit sie von beiden Seiten ummantelt sind. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im Ofen ca. 15-20 Minuten backen, bis sie gut gebräunt und an den Rändern knusprig ist.

  4. Für die vegane Hollandaise zunächst 2 EL vegane Butter in einem Topf schmelzen lassen und das Mehl gut einrühren, damit nichts klumpt. Mit Gemüsebrühe aufgießen und immer schön weiterrühren. Kurz aufkochen lassen und danach die Hitze runterdrehen. Sojasahne, Weißwein, die restlichen 2 EL vegane Butter, Senf und Zitronensaft dazugeben und verrühren. Die Sauce Hollandaise mit Salz und Pfeffer abschmecken und ca. 5-10 Minuten köcheln und eindicken lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nochmals abschmecken.

  5. Die englischen Muffins halbieren, toasten und mit veganer Butter bestreichen. Ein paar Scheiben Auberginenbacon und ein bis zwei vegane „Eier“ darauflegen. Mit veganer Sauce Hollandaise übergießen und mit fein gehacktem Schnittlauch bestreuen.

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