Fakt ist: Lasagne gehört definitiv zu meinen allerliebsten Lieblingsgerichten. Top 3! Aber Fakt ist auch: Lasagne zu kochen ist eben auch eine Geduldsprobe, denn nachdem man Sauce und Béchamel erstmal liebevoll vorbereitet hat, geht alles noch in den Backofen. Ganz frech verströmt die Lasagne bereits ihren Geruch in der ganzen Wohnung, noch bevor die Nudelplatten überhaupt weich sind.

Klar, igendwie gehört das auch zum Zauber der Lasagne. Man muss sie sich eben verdienen. ABER es schadet ja nicht, eine etwas schnellere Variante als Ass im Ärmel zu haben, oder? Unser guter Freund Philipp hat uns bestimmt schon vor zwei Jahren auf ein Gericht namens Lasagnesuppe aufmerksam gemacht. Wir standen der Sache aber zunächst skeptisch gegenüber. Eine Lasagne als Suppe?

Doch endlich ist der Tag gekommen! Wir haben die Lasagnesuppe probiert und waren begeistert. Als Basis dieses Rezepts dient natürlich unser Standard-Rezept für eine vegane Lasagne. Beim Hackfleisch-Ersatz könnt ihr euch für eine Alternative eurer Wahl entscheiden – von Sojagranulat, das man einweicht, bis zu „bratfertigem“ Ersatz. Die Soße ist einfach eine flüssigere Variante der üblichen Lasagneschicht, in der die Lasagneplatten auch direkt in kleinen Stücken garen können, bis sie weich sind. Damit die Suppe aber nicht lasch und nur nach Gemüsebrühe schmeckt, solltet ihr unbedingt veganen Rotwein, Sojasauce und Tomatenmark verwenden. Diese drei Zutaten sorgen für den berüchtigten Umami-Geschmack.

Bei den Lasagneplatten haben wir mehrere Optionen ausprobiert. Die wellenförmigen, kürzeren Nudelplatten, die man oft in amerikanischen Rezepten findet, gibt es in Deutschland einfach so selten, dass wir für dieses Rezept auf die großen, trockenen Platten zurückgegriffen haben. Die gibt’s schließlich überall. Diese solltet ihr lieber nicht vorkochen, sondern erst kurz vor Schluss mit den Händen in kleinere Stücke brechen und dann direkt in der Flüssigkeit der Suppe kochen lassen. Sollte diese dadurch zu dickflüssig werden, gebt ihr einfach noch etwas Wasser oder Gemüsebrühe dazu.

Die meisten Lasagnesuppen werden mit einer Mischung aus Ricotta, Mozzarella und Parmesan gekrönt, doch ehrlich gesagt reicht es wirklich aus, einen Klecks pflanzlichen (ungesüßten) Joghurt oder Quark, sowie eine gute Prise unseres Cashew-Parmesans am Ende auf die Suppe zu geben. Lange Rede, kurzer Sinn: Danke Philipp!

Vegane Lasagnesuppe

4-6 Personen
55 Minuten

Zutaten

  • 8 trockene Lasagneblätter
  • 500 g veganer Hackersatz (falls trockenes Sojagranulat verwendet wird, nur 250 g)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Möhren
  • 1 Selleriestange
  • 1 EL Sojasauce
  • 4 EL Tomatenmark
  • 1 EL Ahornsirup
  • 2 TL getrocknetes Basilikum
  • 2 TL getrockneter Oregano
  • 2 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 100 ml veganer Rotwein
  • 800 g gestückelte Tomaten aus der Dose
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 15 g frischer Basilikum
  • Pflanzenöl zum Braten
  • Salz
  • Pfeffer
  • veganer Parmesan und Joghurt zum Servieren

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. Möhren und Selleriestange fein würfeln. Falls ihr getrocknetes Granulat verwendet, solltet ihr es an dieser Stelle schon einweichen, wie auf der Packung angegeben.

  2. Zuerst werden das pflanzliche Hack und die Zwiebeln parallel angebraten. Pflanzenöl in einer Pfanne über mittlerer Hitze erwärmen und den pflanzlichen Hackersatz ca. 5 Minuten scharf anbraten, bis er gut gebräunt ist. Sojasauce dazugeben und noch weitere 2-3 Minuten anbraten. Danach die Hitze ausschalten.

  3. Parallel dazu etwas Pflanzenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel auf kleiner Hitze 3-4 Minuten anschwitzen, bis sie glasig sind. Danach den Knoblauch dazugeben und eine weitere Minute anbraten. Tomatenmark und Ahornsirup dazugeben und ca. 3 Minuten leicht anbraten, sodass das Tomatenmark dunkler wird.

  4. Möhren, Sellerie, getrockneten Oregano, Basilikum, Cayennepfeffer und Paprikapulver dazugeben und alles zusammen ca. 4-5 Minuten anbraten.

  5. Mit veganem Rotwein ablöschen und anschließend Dosentomaten, Gemüsebrühe und den gebratenen Hackersatz dazugeben. Alles einmal aufkochen lassen und 15 – 20 Minuten köcheln lassen.

  6. Die trockenen Lasagneblätter grob auseinanderbrechen und zusammen mit frischem Basilikum in die Suppe geben. Die Suppe auf mittlerer Stufe weiterköcheln lassen, bis die Lasagneblätter gar sind, das dauert nur ca. 5 Minuten. Die Suppe noch einmal abschmecken.

  7. Die Suppe mit einem Klecks pflanzlichem Joghurt servieren und mit veganem Parmesan und frischem Basilikum servieren.

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