Spaghetti à la Carbonara sorgt immer gern für Diskussionen. Wer an dieses Gericht Sahne gibt, scheint dem Klassiker von vornherein gar nicht würdig zu sein. Glücklicherweise können wir uns diesen Fauxpas gar nicht leisten, weil wir sowieso keine Kuhsahne verwenden.

Aber auch die tatsächlichen Zutaten des Rezepts bereitet uns ein paar Probleme: Speck, Ei, Käse. Bis auf die Spaghetti sieht’s für uns eher mau aus. Statt zu versuchen, alle Zutaten einzeln zu ersetzen, wollten wir jedoch einfach ein ähnlich cremiges Gericht essen und haben unsere Soße auf Cashewbasis zubereitet (nicht mal mit Sojaahne, ha!). Die Misopaste und Hefeflocken werden gern mal weggelassen, weil sie nicht jeder zu Hause hat, aber wir können euch nur tief in die Augen schauen und sagen, dass diese zwei Zutaten in eure Küche gehören, denn sie sorgen für einen Umami-Geschmack, der eure Soße abrundet und ihr eine Tiefe gibt.

Für den „Speck-Ersatz“ gibt es ja viele Möglichkeiten, diese hier war einst eine Notlösung, die wir aber immer häufiger machen. Weil wir keinen Räuchertofu im Kühlschrank hatten, haben wir zu den getrockneten Tomaten gegriffen, die schon einen salzigen Geschmack und einen guten Biss mitbringen. Wenn man sie klein schneidet und anbrät (wer hat, unbedingt ein paar Tropfen Liquid Smoke dazugeben!) werden sie zu einem knusprig-saftigen Topping, das ihr auch für viele andere Gerichte verwenden könnt, z.B. als Pizzabelag oder im Brot eingebacken.

Als ich diese veganen Spaghetti Carbonara zum Mittagessen im Büro dabei hatte, probierten sie ein paar Menschen. Mein Lieblingskommentar: „Schmeckt wie richtige Spaghetti Carbonara... bei der das Ei gestockt ist. Aber gut!“ Nun, meinetwegen...

Vegane Spaghetti Carbonara

2 Personen
20 Minuten

Zutaten

  • 250 g Spaghetti
  • 150 g Cashewkerne (eingeweicht für mind. 2 Std.)
  • 1 EL helle Misopaste
  • 100 ml Wasser
  • 2 EL Hefeflocken
  • 10 getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 TL Sojasauce
  • 0.5 TL Liquid Smoke
  • Salz
  • Pfeffer
  • veganer Parmesan zum Servieren

Zubereitung

  1. Die eingeweichten Cashewkerne mit heller Misopaste und Hefeflocken in einen Standmixer geben oder mit dem Pürierstab gut mixen. So viel Wasser dazugeben wie nötig, bis eine cremige, glatte Mischung entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Getrocknete Tomaten klein schneiden und in einer großen Pfanne ca. 5 Minuten anbraten. Nach Bedarf mehr Öl dazugeben. Sojasauce und Liquid Smoke dazugeben und die Tomaten noch ca. 1-2 Minuten weiter anbraten. Danach vom Herd nehmen.
  3. Spaghetti in gesalzenem Wasser al dente kochen, anschließend abgießen, aber dabei einen Teil des Kochwassers auffangen.
  4. Spaghetti und die Cashew-Mischung gut vermengen. Dabei so viel Kochwasser der Nudeln dazugeben, bis die Soße schön sämig wird. Die getrockneten Tomaten kurz untermengen und mit veganem Parmesan servieren.

Veganer Parmesan

150 g
5 Minuten

Zutaten

  • 100 g Cashewkerne
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 3 EL Hefeflocken
  • 1 TL Salz
  • 0.5 TL Knoblauchpulver

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in einen Mixer geben und verarbeiten, bis eine fein gemahlene Mischung entsteht. Wenn dennoch ein paar größere Stücken übrig bleiben, ist das gar nicht schlimm.
  2. Wenn du den Parmesan nicht sofort verwendet, solltest du ihn in einem Einweckglas aufbewahren. Danach kannst ihn über deine Pasta streuen oder für ein Pesto verwenden.
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