Wünsch Dir Was: In unserer Serie „Wünsch dir was“ entwickeln wir Rezepte, die ihr euch von uns gewünscht habt. Egal ob vegane Schokobons, Arme Ritter oder vegane Mettbrötchen. Du hast auch ein Wunschrezept? Dann schick uns eine Mail an hello@zuckerjagdwurst.com. Bis dahin findest du alle bisherigen Wunschrezepte hier.

Ich glaube, es gab noch nie ein Rezept, das ich so oft getestet habe wie dieses. Vegane Yogurette. Bei einer unserer „Wünsch dir was“-Runden auf Instagram kam es auf die Wunschliste und aus der staubigen Erinnerung heraus, dass ich Yogurette früher auch ganz gut fand, habe ich mich diesem Projekt angenommen. Die Frage „Warum?“ stellte ich mir in den Wochen danach ziemlich oft. Täglich. Ich bin schließlich der herzhafte „Jagdwurst“-Teil dieses Blogs. Ich muss nach einem Dessert immer etwas Herzhaftes essen und würde Chips jederzeit Schokolade vorziehen. Warum nur dachte ich, dass ich eine vegane Version von Yogurette machen könnte?

Da ich euch nicht enttäuschen will, blieb ich aber dran. Die ersten Versuche mit pflanzlichem Joghurt oder Quark scheiterten direkt – die Füllung wurde einfach nicht fest, egal wieviel Stärke, Agar-Agar und Co. ich dazugab. Statt veganer Yogurette machte ich eher eine vegane Variante von frufoo. Auch super, aber das hatte sich ja niemand gewünscht. Warum eigentlich nicht? Ein hilfreicher Tipp kam über eine Instagram-Nachricht, vielen Dank dafür! Eine Frau vom Fach verriet uns, warum die bisherigen Versuche nicht klappten: In der Original-Yogurette ist natürlich auch kein echter Joghurt drin, sondern nur ein Pulver, das mit Fetten angereichert wird.

Ich kam mir vor wie Claire von Bon Appétit, die regelmäßig für die Videoreihe „Gourmet Makes“ bekannte Snacks zu Hause nachmacht. Sie würde das hier sicher alles viel schneller und besser umsetzen, aber sorry, hier ist eben leider Julia und nicht Claire. Jedoch weiß ich von ihr, dass sie stets mit dem Lesen von Zutatenlisten beginnt. Und so las auch ich Zutatenlisten von veganen Riegel-Alternativen und stieß auf: Mandelgrieß. Da pflanzlicher Joghurt keine Alternative mehr war, ging ich außerdem über zu einem Mix aus weißer veganer Schokolade und Kakaobutter. Angedickt mit etwas Mandelgrieß und umhüllt von einer dünnen Schicht aus Zartbitterschokolade, kommt diese Kombination Yogurette bisher am nähesten. Für den „Crunch“ kommen noch gefriergetrocknete Erdbeeren dazu, die man in Biomärkten und Drogeriemärkten findet.

Blöd nur, dass ich mittlerweile gar keinen Appetit mehr auf Yogurette habe.

Vegane Yogurette

10 Stück
30 Minuten (+ Ruhezeit zum Festigen)

Zutaten

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 5 TL Kokosöl
  • 100 g vegane weiße Schokolade
  • 2 EL Kakaobutter
  • 2.5 EL Mandelgrieß
  • 2-3 TL Erdbeermarmelade
  • 10 g gefriergetrocknete Erdbeerstücke

Zubereitung

  1. Zartbitterschokolade in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Kokosöl über einem Wasserbad schmelzen. Die Schokolade sollte sehr dünnflüssig sein, damit der Schokoladenmantel nicht zu dick wird.

  2. Etwa drei Viertel der Zartbitterschokolade auf eure Form verteilen, damit die Ränder damit bedeckt sind. Anschließend die Form umdrehen, damit die überflüssige Schokolade herauslaufen kann. Diese könnt ihr auch auffangen und später für die obere Schicht verwenden. Die Form ins Gefrierfach stellen.

  3. Gefriergetrocknete Erdbeerstücke klein hacken und beiseitestellen. Vegane weiße Schokolade in kleine Stücke schneiden und und zusammen mit der Kakaobutter ebenfalls über dem Wasserbad schmelzen. Die Erdbeermarmelade dazugeben und verrühren. Anschließend die Schüssel vom Herd nehmen und das Mandelmehl und die gefriergetrockneten Erdbeerstücke unterheben. Nach Geschmack auch mehr Erdbeermarmelade dazugeben.

  4. Die Form aus dem Gefrierschrank nehmen und die Füllung in die Formen geben. Erneut ca. 10 Min. in den Kühlschrank stellen und in der Zwischenzeit falls nötig die Zartbitterschokolade erneut schmelzen. Eine dünne Schokoladenschicht auf den Riegeln verteilen und im Kühlschrank oder Gefrierschrank abkühlen lassen.

Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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