Ich verbinde kaum einen anderen Kuchen so sehr mit meinen Großeltern, wie Frankfurter Kranz. Mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80 % finde ich bei jedem meiner Besuche ein Stück vom Bäcker im Kühlschrank meiner Oma. Gekostet habe ich ihn allerdings noch nie in meinem Leben. Und um ehrlich zu sein, hat mich das auch nie gestört, da ich andere Kuchen (wie Zupfkuchen oder eine Schmandtorte) immer einem Frankfurter Kranz bevorzugen würde.

Doch in unserer Woche der Kuchenklassiker darf ein Frankfurter Kranz einfach nicht fehlen! Und so aufwendig, wie er aussieht, ist er eigentlich gar nicht. Ein einfacher Biskuitteig und eine Butter-Pudding-Creme sind die einzigen beiden Sachen, die ihr vorbereiten müsst. Das Eindecken des Kuchens nimmt ebenfalls etwas mehr Zeit in Anspruch, aber auch das schafft ihr. Wenn ihr eine Kuchenform für einen Frankfurter Kranz zu Hause habt, könnt ihr diese natürlich gerne benutzen. Ich habe eine ganz normale Gugelhupfform genutzt und diese hat ebenfalls toll funktioniert.

Da die Torte zwischendurch immer gut gekühlt werden sollte, empfehle ich euch, dass ihr den Teig und die Butter-Pudding-Creme schon am Tag davor vorbereitet und den Kuchen am nächsten Tag nur noch schichtet. Rechnet unbedingt genug Zeit ein, damit ihr den Kuchen notfalls immer wieder kaltstellen könnt, denn vor allem im Sommer wird Butter gerne schneller, als man denkt weich und das wollen wir natürlich vermeiden.

Veganer Frankfurter Kranz

1 Kuchen (12 Stücken)
2 Stunden (+ Zeit zum Kaltstellen)

Zutaten

  • 1 EL vegane Butter (zum Einfetten der Form)

Biskuitteig

  • 450 g Mehl
  • 250 g Zucker
  • 500 ml Sprudelwasser
  • 100 ml pflanzliches Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 16 g Backpulver
  • 8 g Vanillezucker

Pudding-Buttercreme

  • 74 g (2 Packungen) Vanille-Puddingpulver
  • 1 l pflanzliche Milch
  • 80 g weißer Zucker
  • 200 g vegane Butter (Zimmertemperatur)
  • 50 g Puderzucker

  • 200 g Johannisbeergelee

Dekoration

  • 15 Belegkirschen
  • 250 g Haselnusskrokant

Zubereitung

Biskuitteig

  1. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
  2. In einer großen Schüssel Mehl, Zucker, Vanillinzucker und Backpulver verrühren.
  3. Anschließend das Öl und das Mineralwasser dazugeben und nur noch kurz unterrühren.
  4. Eine Gugelhupfform (Ø 28 x 8 cm) mit veganer Butter einfetten und den Teig hineingeben.
  5. Auf mittlerer Stufe für 40 Minuten bei 180°C Umluft backen.
  6. Mit einem Stäbchen testen, ob der Teig durch ist und im Anschluss den Teig komplett abkühlen lassen.

Pudding-Buttercreme

  1. Den Vanille-Pudding nach Packungsanleitung zubereiten.
  2. Den Pudding im Anschluss abdecken, komplett erkalten lassen und im Kühlschrank aufbewahren.
  3. Die vegane Butter (auf Zimmertemperatur) und den Puderzucker mit einem Rührgerät in einer Schüssel schaumig schlagen. Nach und nach den Pudding hinzugeben, bis eine homogene Masse entsteht.
  4. Die vegane Pudding-Buttercreme im Kühlschrank kaltstellen.

Servieren

  1. Den abgekühlten Gugelhupf aus der Form nehmen und mithilfe eines Kuchenmessers oder eines Tortenschneiders waagerecht in 3 gleichhohe Böden teilen.
  2. Den Boden des Kuchens mit Johannisbeergelee bestreichen und eine etwa 1 cm dicke Schicht Pudding-Buttercreme darauf verteilen.
  3. Den zweiten Boden aufsetzen und genauso vorgehen.
  4. Das oberste Stück des Kuchens aufsetzen und den Kuchen mit der restlichen Pudding-Buttercreme einstreichen. Etwas Pudding-Buttercreme übrig lassen für die Tuffs, die am Ende noch auf den Kuchen kommen.
  5. Den Kuchen mit Krokant bedecken. 12 - 15 Tuffs rundum auf den Kuchen setzen. Auf die Tuffs die Belegkirschen setzen und mindestens 2-3 Stunden kalt stellen.
Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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