Neben Apfelkuchen mit Decke gehört Mohnkuchen zu meinen absoluten Lieblingen, die ich beim Bäcker sofort kaufen würde ... wenn es sie denn dort vegan gäbe. Je dicker die Mohnschicht, desto besser (auch, wenn Mohn angeblich dumm macht).

Beide Kuchen sind sich auch recht ähnlich, denn als Boden und „Decke“ verwendet man den gleichen Mürbeteig und dazwischen versteckt sich eine dicke, saftige Füllung. Der Mohnkuchen ist aber NOCH einfacher, denn ihr müsst die Decke nicht mehr ausrollen, sondern verteilt den restlichen Mürbeteig als Streusel auf der Mohnfüllung. Worauf ihr bei Mürbeteig achten müsst, wisst ihr sicherlich bereits – oder lest es hier nach.

Was versteckt sich nun so in der Mohnfüllung? Manche verwenden dafür Quark oder eine andere Art von Creme, wir wollten es aber sehr einfach halten und dicken die Mohnschicht mit Weichweizengrieß und Vanillepuddingpulver an, sodass aus allem eine, man muss es so nennen, dicke Pampe wird. Diese wird im Topf angerührt, sollte dann etwas abkühlen, damit sie noch mehr anzieht, und landet schließlich auf dem Mürbeteig.

Ich fand es ziemlich schwer, die richtige Konsistenz nach dem Backen zu bestimmen, denn ich habe Mohnkuchen seit Jahren nicht gegessen. Saftig muss er natürlich sein, zu klebrig sollte es aber nicht werden. Ich lag am Ende ganz gut mit einer Backzeit von fast einer Stunde, wobei ich den Kuchen im Ofen abgedeckt habe, sobald die Streusel goldbraun waren. Je nachdem, welche Form ihr verwendet, wird eure Mohnfüllung wahrscheinlich etwas dünner (unsere hatte ca. 18 cm Durchmesser) und damit verkürzt sich natürlich auch die Backzeit. Probiert euch einfach etwas aus und selbst wenn’s zu klebrig wird: Lecker ist es in jedem Fall.

Veganer Mohnkuchen

1 Springform (ca. 18 cm Durchmesser)
30 Minuten (+30 Min. Kühlzeit + 60 Min. Backzeit)

Zutaten

Für den Teig:

  • 500 g Weizenmehl
  • 5 EL Zucker
  • 0.5 Zitrone (Abrieb)
  • 0.25 TL Salz
  • 250 g vegane Butter
  • ca. 8 EL Eiswasser
  • vegane Butter zum Einfetten
  • Mehl zum Bestäuben

Für die Füllung:

  • 750 ml pflanzliche Milch
  • 150 g Weichweizengrieß
  • 37 g (1 Packung) Vanillepuddingpulver
  • 150 g Zucker
  • 300 g gemahlener Mohn
  • 50 g vegane Butter

Für die Glasur:

  • 100 g Puderzucker
  • ca. 2 EL Zitronensaft oder Wasser

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig Weizenmehl, Zucker, Zitronenabrieb und Salz in einer großen Schüssel verrühren. Die kalte vegane Butter in kleinen Würfeln oder Flocken darüber geben und mit einer Gabel einarbeiten, bis sich feine Streusel bilden. Das Eiswasser nach und nach dazugeben, bis der Teig zusammenhält, wenn ihr ihn zusammenpresst.

  2. Eine Springform (ca. 17 cm Durchschnitt, alternativ auch ein Backblech) einfetten und mehlen oder mit Backpapier auslegen. Ca. zwei Drittel des Teigs in die Form geben und am Boden und am Rand festdrücken – entweder mit den Händen oder dem Boden eines Glases, bis der Teig gleichmäßig verteilt ist. Den Teig in der Form mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, genauso wie den Rest des Teigs.

  3. Für die Füllung pflanzliche Milch in einem Topf erhitzen. Den Weichweizengrieß einrühren und ca. 2-3 Minuten erhitzen. Die Mischung wird bereits andicken. Danach Vanillepuddingpulver, Zucker und gemahlenen Mohn dazugeben und unter Rühren ca. 4-5 Minuten erhitzen. Den Topf vom Herd nehmen, die vegane Butter einrühren und die Mischung abkühlen lassen, bis euer Teig lang genug im Kühlschrank lag.

  4. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Mohnfüllung auf dem Teig in der Form verteilen. Den restlichen Teig als Streusel auf der Mohnfüllung verteilen. Den Kuchen ca. 50-60 Minuten backen. Sollten die Streusel zu dunkel werden, könnt ihr die Form nach ca. 40 Minuten auch abdecken. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

  5. Für die Glasur Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft verrühren. Dabei so viel Flüssigkeit dazugeben, bis ihr eure Wunschkonsistenz erreicht habt. Die Glasur auf den Streuseln verteilen und noch wenige Minuten warten, bis sie fest ist.

Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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