Ich kannte Schokoladenbrot bis vor ein paar Wochen nicht. Und falls ihr jetzt auch denkt „Das geht bestimmt in die Richtung von Bananenbrot, nur ohne Banane“, dann muss ich euch enttäuschen. Tatsächlich bin ich auf das bayrische Gebäck gekommen, als ich nach süßen Weihnachtsrezepten suchte. Als ich später jedoch auf den Zusatz „bayrisch“ kam, war mir schnell klar, wieso Schokoladenbrot bisher noch keine Rolle in meinem Universum spielte.

Das Rezept für Schokoladenbrot werdet ihr sicherlich schon nach der ersten Zubereitung im Kopf behalten, denn es gibt eine recht strikte Zutatenliste, die eigentlich auf allen Webseiten, die ich so gefunden habe, eingehalten wird: 250 g Butter, 250 g Zucker, 6 Eier, 250 g gemahlene Mandeln, 250 g Zartbitterschokolade und 100 g Weizenmehl.

Als ich mich an der ersten Version des veganen Schokoladenbrots versuchte, ersetzte ich die Eier mit Apfelmus, gab etwas Kichererbsenmehl zu Bindung hinzu und mischte etwas Backpulver unter den Teig. Normalerweise werden die Eier nämlich schaumig geschlagen, sodass der Teig am Ende fluffig wird und an Volumen gewinnt. Da das mit Apfelmus nicht funktioniert, sorgt das Backpulver dafür, dass der Teig im Ofen schön aufgeht. Doch schon beim ersten Probieren dachte ich: Ganz! Schön! Süß! Kein Wunder aber auch bei 250 g Zucker und 250 g Zartbitterschokolade im Teig und zusätzlicher Zartbitterschokolade als Topping.

Für das finale Rezept habe ich also (auch wenn es die traditionelle Zutatenliste verfälscht) den Anteil des Zuckers und der Zartbitterschokolade im Teig reduziert. Unsere Version des veganen Schokoladenbrots ist am Ende aber immer noch recht süß – achtet bei der Schokolade auf einen möglichst hohen Kakaoanteil, falls ihr es nicht ganz so süß mögt. Das Schokoladenbrot schmeckt durch die Zugabe von Zimt und Vanille toll weihnachtlich und das Apfelmus gibt ihm eine schöne Saftigkeit. Eine andere Art von Weihnachtsplätzchen, aber tatsächlich irre lecker. Wer hätte das auf den ersten Blick erwartet.

Veganes, Bayerisches Schokoladenbrot

1 Backform (22x28 cm)
20 Minuten (+ 30 Min. Backzeit + Abkühlzeit)

Zutaten

Für den Teig:

  • 250 g vegane Butter
  • 180 g Zucker
  • 250 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
  • 100 g Mehl
  • 200 g Apfelmus
  • 1 EL (15 g) Soja- oder Kichererbsenmehl
  • 8 g Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Zimt
  • 200 g Zartbitterschokolade

Für die Glasur und Deko:

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 1 EL Kokosöl
  • 100 g gehackte Mandeln (oder Haselnüsse)

Zubereitung

  1. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und eine Form mit 22x28 cm mit Backpapier auslegen und beiseitestellen.
  2. Für den Teig vegane Butter und Zucker in einer großen Schüssel mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine schaumig schlagen.
  3. Die gemahlenen Nüsse, Mehl, Apfelmus, Sojamehl, Backpulver, Salz, Vanilleextrakt und Zimt hinzugeben und ebenfalls unterrühren. Die Zartbitterschokolade fein hacken und vorsichtig unterheben.
  4. Den Teig in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Das Schokoladenbrot bei 180°C Umluft auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten backen. Wird das Schokoladenbrot zu dunkel, mit Alufolie bedecken. Im Anschluss komplett in der Form auskühlen lassen und danach vorsichtig auf ein Kuchengitter legen.
  5. Sobald das Schokoladenbrot komplett abgekühlt ist, die Zartbitterschokolade für das Topping grob hacken und zusammen mit Kokosöl in eine hitzefeste Schüssel geben. Diese über einen Topf mit köchelndem Wasser stellen und so die Schokolade schmelzen lassen.
  6. Die geschmolzene Schokoladenglasur über das Schokoladenbrot gießen und ruhen lassen. Nach ca. 20 Minuten (das kann je nach Raumtemperatur auch kürzer oder länger sein) das Schokoladenbrot in Stücke schneiden. Die Schokolade sollte hierfür noch weich, aber nicht mehr flüssig sein. Nun die Stückchen mit gehackten Nüssen dekorieren.
Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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