Vegane Panzerotti (frittierte Teigtaschen) mit Gemüsefüllung

Moment mal, frittierte italienische Teigtaschen in der großen Schwedenwoche? Ganz richtig gesehen. Zwischen Zimtschnecken und Hot Dogs findet man im IKEA-Bistro nämlich auch immer Panzerotti. Wir haben keine Ahnung, wie es diese kleinen gefüllten Kissen von Apulien bis ins schwedischen Möbelhaus geschafft haben, doch andererseits: Wer kann frittierten Teigtaschen widerstehen?

Gefüllt werden Panzerotti je nach Region unterschiedlich. Es gibt sie in süß und herzhaft: mit Ricotta, Schinken, gesüßten Kichererbsen, Marmelade oder gewälzt in Zucker und Zimt. Im Bistro findet man die Variante mit Mozzarella und Tomate. Wir haben uns einfach mal in der Küche umgeschaut und unsere eigene Füllung gezaubert – mit Artischocken, Paprika und Tomaten, ganz ohne Käseersatz.

Die Zubereitung ist simpel, benötigt aber etwas Zeit, weil der Hefeteig gehen muss. Zusätzlich geht’s ans Frittieren, damit die Teigtaschen goldbraun und knusprig werden. Weil sich viele davor geradezu fürchten, kommen hier nochmal ein paar Tipps. Es ist nicht nötig, direkt einen großen Topf mit literweise Pflanzenöl zu füllen. Stattdessen reicht auch eine tiefe Pfanne oder ein kleiner Topf aus, sowie ca. 3-4 fingerbreit Öl. Um zu testen, ob das Öl heiß genug ist, verwendet ihr entweder ein Küchenthermometer oder haltet vorsichtig einen Holzspieß ins Öl – bilden sich darum Bläschen, kann das Frittieren starten. Gebt immer nur 1-3 Panzerotti in die Pfanne, damit sich die Öl-Temperatur hält, alle Teigtaschen ausreichend Platz haben und der „Ölpegel“ nicht zu sehr steigt (das kann sonst vor allem bei Pfannen für überschwappendes Öl sorgen und das wollen wir auf gar keinen Fall).

Wer Panzerotti vorbereiten will, kann sie übrigens auch nach dem Füllen einfrieren und erst später ausbacken.

Vegane Panzerotti mit Gemüsefüllung

12 Stück
50 Min. (+ 60 Min. Ruhezeit)

Zutaten

Für den Teig:

  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
  • 500 g Weizenmehl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Paprikaschote
  • 150 g eingelegte Artischocken
  • 400 g Kirschtomaten (aus der Dose)
  • 2 EL getrocknetes Oregano
  • 1 EL getrocknetes Basilikum
  • Olivenöl zum Braten
  • Pflanzenöl zum Frittieren
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Für den Teig: Trockenhefe, Weizenmehl, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und verrühren. Ihr könnt für den Teig entweder eine Küchenmaschine verwenden (am bequemsten), aber auch ein Handrührgerät nehmen oder macht alles mit den Händen (gutes Workout!). Langsam lauwarmes Wasser und Olivenöl dazugeben und auf niedriger Stufe alles vermengen. Danach auf mittlere bis hohe Stufe stellen und den Teig ca. 5-10 Minuten gut durchkneten, bis er nicht mehr an der Schüssel klebt. Fürs gute Gewissen nochmal 2-3 Minuten mit den Händen kneten. Die Schüssel mit etwas Öl einfetten, den Teig hineinlegen und mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30-60 Minuten ruhen lassen, bis sich das Teigvolumen ungefähr verdoppelt hat.

  2. Podcast hören, eine Runde spazieren gehen oder einfach faul auf dem Sofa liegen. Sobald der Teig aufgegangen ist, aus der Schüssel nehmen, nochmal kneten und zu einer großen Rolle formen. In 12 gleich große Stücke teilen und diese jeweils zu Kugeln formen und mit etwas Öl bestreichen. Ein Küchentuch über die Teigkugeln legen und erneut ca. 30 Minuten gehen lassen.

  3. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Paprikaschote in kleine Würfel schneiden. Artischocken klein schneiden.

  4. Olivenöl in einer großen Pfanne über kleiner Hitze erwärmen und Zwiebel- und Knoblauchwürfel mit getrocknetem Oregano und Basilikum anschwitzen, bis die Zwiebel glasig wird. Paprika und Artischocken dazugeben und alles gemeinsam ca. 5 Minuten anbraten, damit die Paprika weich wird. Tomaten aus der Dose dazugeben und ca. 5 Minuten über mittlerer Hitze köcheln lassen. Dabei mit einem Holzlöffel die Kirschtomaten zerdrücken. Am Ende sollte fast die ganze Flüssigkeit verkocht sein, damit die Füllung nicht zu flüssig ist.

  5. Jede Teigkugel zu einem Kreis ausrollen. Ca. 1-2 EL der Füllung auf eine Hälfte des Teigs geben und dann die andere Teighälfte darüberlegen, wie bei einer Calzone. Den Rand des Teigs mit den Fingers oder einer Gabel gut zusammendrücken, damit die Füllung eingeschlossen ist und nicht herauslaufen kann.

  6. Eine Pfanne ca. 5 cm hoch mit Pflanzenöl füllen und auf ca. 180°C erhitzen. Zum Test könnt ihr einen Holzspieß ins heiße Fett halten – wenn sich Bläschen rund um den Spieß bilden, kann’s losgehen. Die Panzerotti portionsweiße in der Pfanne von beiden Seiten goldbraun frittieren. Danach vorsichtig aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Nicht zu viele Teigtaschen gleichzeitig ins Fett geben, sondern sich ein bisschen Zeit dafür nehmen. Am besten warm servieren, die Panzerotti schmecken aber auch danach noch super.

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