Frühstückstoasts mit veganem Ricotta und gebackenen Erdbeeren

Wir werden ab und zu gefragt, wo und wie wir für unsere Rezepte inspiriert werden und zu diesem Rezept kann ich die Geschichte ganz genau erzählen. In Neukölln gibt es das „Okay Café“, in dem es zahlreiche köstliche vegane Optionen gibt. Sobald Corona vorbei ist, empfehlen wir euch wärmsten, dort vorbeizugehen und ein veganes Grilled Cheese Sandwich und kleine Pancakes mit herzhaften und süßen Toppings zu verdrücken.

Auf den Tellern meiner Tischnachbar:innen sah ich aber auch immer wieder einen prächtiges „Sweet Toast“: eine dicke Scheibe Brioche getoppt mit Ricotta und einem Beerenkompott. Leider gibt es im Okay Café keine vegane Option für dieses Gericht, aber ich musste immer wieder daran denken und habe mich selbst an einer Variante versucht, die auch zu Hause gelingt. Um es vorweg zu nehmen: Wir werden heute kein veganes Brioche backen, vielleicht ein anderes Mal. Heute sind wir bequem und schneiden uns einfach eine dicke Scheibe Weißbrot ab. Die Zeit und unsere Liebe stecken wir dafür in Balsamico-Erdbeeren aus dem Ofen und veganen Ricotta.

Für den veganen Ricotta wollten wir eine Alternative zu den oft verwendeten Cashewnüssen anbieten und haben dieses Mal Tofu benutzt. Obwohl die Erdbeeren süßlich sind, wollten wir auch den veganen Tofu-Ricotta etwas süßen und kombinieren ihn dafür mit Kokoscreme, Vanilleextrakt und Ahornsirup, sowie veganem Joghurt und Orangenabrieb für etwas Säure. Den Ricotta könnt ihr gern nach Belieben abschmecken und auch bis zur gewünschten Konsistenz mixen. Mir persönlich hat der Kontrast zwischen etwas säuerlichem und krümeligen Tofu-Ricotta und den süßlichen, weichen Erdbeeren am besten geschmeckt, aber natürlich könnt ihr auch mehr Ahornsirup dazugeben.

Frühstückstoasts mit veganem Ricotta und gebackenen Erdbeeren

4 Portionen
25 Minuten (+ 120 Min. Ruhezeit + 20 Min. Backzeit)

Zutaten

Für den veganen Ricotta

  • 200 g fester Tofu
  • 75 g feste Kokoscreme (ca. 1 Dose Kokosmilch)
  • 75 g veganer Joghurt
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 EL Orangensaft
  • 0.5 Orange (Abrieb)
  • 0.25 TL Salz

Für die gebackenen Erdbeeren

  • 500 g Erdbeeren
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Balsamicoessig

Zum Servieren

  • 4 dicke Scheiben Weißbrot
  • Ahornsirup
  • frische Minzblätter
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Für den veganen Ricotta den Tofu gut abtropfen lassen, am besten noch mit etwas Küchenpapier abtupfen und in einen Zerkleinerer geben. Den festen Teil der Kokosmilch, der sich oben an der Dose absetzt, vorsichtig aus der Dose nehmen und dazugeben, sowie veganen Joghurt, Vanilleextrakt, Ahornsirup, Orangenabrieb und -saft und Salz. Mit dem Zerkleinerer alles gut vermengen, bis der Ricotta die Konsistenz eurer Wahl erreicht hat. Ich mochte ihn zum Beispiel freikrümelig mehr, aber ihr könntet ihn auch glatter und cremiger mixen. Danach abschmecken.

  2. Ricotta ca. 2-3 Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

  3. Backofen auf 180°C vorheizen. Erdbeeren entstielen, halbieren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder in eine große Auflaufform geben. Mit Zucker bestreuen und mit Balsamicoessig beträufeln. Ca. 20-25 Minuten backen, bis die Erdbeeren weich und ihr Saft ausgetreten ist. Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, bis sie kühl genug für dich sind. Manche essen sie am liebsten noch lauwarm, andere lieber ausgekühlt.

  4. Dicke Scheiben Weißbrot im Toaster rösten. Dick mit Ricotta bestreichen, und mit etwas Ahornsirup beträufeln. Die Erdbeeren darauf verteilen, mit Minzblättern und etwas Pfeffer bestreuen.

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