Vegane Kürbis-Ravioli in Salbei-Butter mit Pekannüssen

Eine meiner ersten Erinnerungen in der Küche verbinde ich mit meiner Großmutter. Bei Familienfeiern habe ich ihr schon als Kind geholfen – Soßen abgeschmeckt, Zwiebeln geschnitten, Klöße geformt. An einem Ferientag hatte sie aber eine besonders tolle Idee für meine Schwester und mich: frische Nudeln machen. Mit Teig kneten, ausrollen und allem drum und dran. Ich erinnere mich noch, wie wir die langen Nudeln überall hinhängten. Erst über Topfränder und am Ende sogar über Stuhllehnen.

Nun wird man im Alltag ja leider immer bequemer und denkt, es wäre zu anstrengend und zeitintensiv, jedes Mal einen eigenen Nudelteig zuzubereiten. Stattdessen greift man eben zur Packung, dabei benötigt ein Nudelteig nur ein paar Zutaten, ist einfach zubereitet und macht richtig Spaß. Klar, für ein 20-Minuten-Gericht reicht es eben nicht, aber wie toll ist es, handgemachte Nudeln in unterschiedlichen Formen zu probieren?!

Heute gibt es Ravioli, also gefüllte Nudeln. Passend zur Jahreszeit gibt es eine herbstliche Kürbisfüllung mit etwas frischer Orange. Die Ravioli werden zum Schluss noch in Salbeibutter geschwenkt und mit knusprigen, gerösteten Nüssen bestreut. Ihr könnt die Ravioli natürlich füllen, wie ihr möchtet, und auch mit einer anderen Soße kombinieren.

Vegane Kürbis-Ravioli in Salbei-Butter mit Pekannüssen

ca. 25 Ravioli
60 Minuten (+20 Minuten Ruhezeit)

Zutaten

  • 100 - 150 g vegane Butter
  • 15 g frischer Salbei

Für den Teig:

  • 100 g Mehl
  • 100 g Hartweizengrieß
  • 100 ml Wasser
  • 0.25 TL Salz
  • 1 TL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 250 g Hokkaidokürbis
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Öl
  • 0.5 TL Muskatnuss
  • 0.5 TL Zimt
  • 3 EL gemahlene Mandeln
  • 0.5 Orange (Abrieb)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Zunächst den Nudelteig vorbereiten. Mehl, Hartweizengrieß und Salz vermengen und als Haufen auf die saubere Arbeitsfläche geben. Eine Mulde in der Mitte formen und darin Wasser und Olivenöl geben. Nach und nach die trockenen mit den flüssigen Zutaten vermengen. Danach zu einem glatten Teig kneten und mind. 10 Minuten gut durchkneten. Wer eine Küchenmaschine hat, kann die ganze Arbeit auch darin erledigen!

  2. Den Teig anschließend in eine Schüssel geben, mit einem sauberen Küchentuch abdecken (oder in Plastikfolie wickeln) und bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten ruhen lassen.

  3. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Für die Kürbisfüllung den Hokkaidokürbis in kleine Stücke schneiden. Knoblauchzehe halbieren und Zwiebel in Spalten schneiden. Alles auf einem Backblech verteilen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zimt würzen. 20 Minuten bei 200°C backen, oder bis der Kürbis weich ist.

  4. Sobald der Kürbis weich ist, aus dem Backofen nehmen und ein paar Minuten abkühlen lassen. Danach mit dem Pürierstab mixen, bis die Mischung glatt ist. Gemahlene Mandeln und frisch geriebene Orangenschale dazugeben. Alles verrühren und nochmal abschmecken.

  5. Den Teig vierteln und jeweils mit einer Nudelmaschine oder einem Nudelholz zu langen, dünnen Bahnen ausrollen. Dabei nach Bedarf etwas bemehlen, damit der Teig nicht klebt.

  6. In regelmäßigen Abständen ca. 1 TL der Füllung auf zwei der vier Nudelbahnen verteilen. Es sollte genug Platz zum Ausstechen dazwischen sein. Den Pastateig rund um die Füllung mit etwas Wasser bestreichen und nun die restlichen, unbelegten Nudelbahnen darüberlegen, sodass die Füllung verschlossen wird. Den Teig kann man mit den Händen leicht andrücken, damit sich keine Luftlöcher bilden. Nun die Ravioli ausstechen. Der restliche Teig kann danach wieder geknetet und ausgerollt werden.

  7. Gesalzenes Wasser in einem großen Topf aufkochen lassen und die Ravioli in siedendem Wasser ca. 6 – 8 Minuten kochen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen und gar sind.

  8. Parallel dazu vegane Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und die Salbeiblätter darin ein paar Minuten braten. Danach die gekochten Ravioli direkt aus dem Topf in die Pfanne geben. Dabei soll unbedingt auch ein bisschen vom Nudelwasser mit in der Pfanne landen. Alles gut durchschwenken und die Ravioli direkt mit gehackten (am besten gerösteten) Pekannüssen bestreuen und nochmal Orangenschale frisch drüberreiben. Wer mag, kann die Ravioli auch mit veganem selbstgemachten Parmesan servieren.

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