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Falafel-Teller mit Fladenbrot und selbstgemachtem Hummus

Falafel-Teller mit Fladenbrot und selbstgemachtem Hummus

Ein Rezept von Julia Justus | Fotos von Julia Justus

Ich wohne ja nun schon einige Jahre in Berlin und spätestens mit dem Umzug hierher haben sich Falafel bei mir zu einer kulinarischen Konstante im Leben gemausert. Immer wieder werden neue Spots besucht, bewertet und weiterempfohlen. Viel zu selten mach ich mir aber Falafel zu Hause – dabei kommt hier eine Person ins Spiel, die mich in meiner Küche schon vor dem Umzug nach Berlin begleitet hat (und vermutlich nicht nur mich, sondern auch einige von euch): Yotam Ottolenghi.

Wer ist eigentlich Ottolenghi? 
Falls euch der Name nichts sagt: Ottolenghi wurde in Jerusalem geboren, zog Ende der Neunziger nach London und eröffnete dort mit seinem Geschäftspartner Sami Tamimi zunächst ein kleines Feinkostgeschäft. Mittlerweile betreibt er mehrere Restaurants, berühmt wurde er aber vor allem durch seine Kochbücher, allen voran „Jerusalem“, das er gemeinsam mit Tamimi veröffentlichte. Damit wurde er quasi zum Synonym für levantinische Küche. 

Ich würde soweit gehen, zu behaupten, dass JEDE:R ein Kochbuch von Ottolenghi zu Hause hat, weiß aber natürlich, dass ich übertreibe. Aber so gut wie jede:r! Und von und mit ihm habe ich auch einige der heutigen Komponenten kochen gelernt, weshalb die heutigen Rezepte maßgeblich auf seinen basieren. Mit der Zeit habe ich manche Dinge nach meinem Geschmack leicht angepasst oder auch mal vereinfacht. Aber schauen wir uns die einzelnen Komponenten unseres heutigen Tellers doch einmal an.

Von Falafel und Fladenbrot bis Hummus und Sumach

  • Falafel und Fladenbrot: Da ihr gleich seht, wie viele Beilagen ich heute selbstgemacht habe, konnte ich es mir bei Falafel und Fladenbrot etwas bequemer machen, denn für beides habe ich die Fertigmischungen von Bauck Mühle verwendet. Ihre Falafel-Mischung besteht zu 96 % aus Kichererbsen, wird in der hauseigenen Mühle gemahlen und ist, genau wie die Fladenbrot-Mischung, kontrolliert glutenfrei und in bester Bio-Qualität. Beide lassen sich super einfach zubereiten, egal ob in der Pfanne oder im Ofen, und funktionieren auch wunderbar im Airfryer.

  • Der Hummus wird klassisch mit Tahin, Knoblauch und Kreuzkümmel gemacht, aber für ihn habe ich dank Ottolenghi wohl die meisten Tipps und Tricks bekommen, die ihr alle unten im Rezept findet. Ich habe heute die schnelle Variante mit Kichererbsen aus der Dose gemacht. Natürlich könntet ihr dafür auch getrocknete Kichererbsen vorab einweichen und kochen lassen. 

  • Salata baladia ist ein einfacher, frischer Salat aus Tomaten, Gurke, Zwiebel und frischen Kräutern, die ihr einfach klein schneidet und vermengt.

  • Sumach-Zwiebeln sind ein fabelhaftes Topping, das ihr für dieses Rezept vorbereiten und dann für zahlreiche weitere Gerichte weiterverwenden könnt, wenn ihr sie luftdicht verpackt im Kühlschrank lagert. Sumach ist ein Gewürz, das selbst schon leicht zitronig, säuerlich, aber auch fruchtig und etwas herb schmeckt. Ihr findet es in arabischen Märkten, aber auch teilweise in gut sortierten Supermärkten.

  • Die Harissa-Kichererbsen bringen noch mehr Crunch auf den Teller und sind ein tolles Topping und ein prima Snack. Harissa kommt aus Tunesien und ihr könnt es als Würzpaste oder gemahlenes Gewürz verwenden.

  • Last but not least gibt es Zhough, eine jemenitische Kräuterpaste, die es in unterschiedlichen Zutaten-Kombinationen gibt. Chili, frischer Koriander, Knoblauch und diverse Gewürze sind aber auf jeden Fall dabei und ich liiiiiebe die frischen, aber auch scharfen kleinen Momente, die sie mit sich bringt. 

Und wenn ihr Appetit auf mehr bekommen habt, dann schaut auch mal bei unserem Falafel Curry mit Naan Brot vorbei.

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Frische Zutaten und eine Packung glutenfreies Fladenbrot und eine Packung Falafel von Bauck. Salat wird in einer Schüssel.
Sumach Zwiebel Closeup und Kichererbsen werden in Schüssel vermengt.
Closeup Hummus im Zerkleinerer und Closeup Zhough Kräuter im Zerkleinerer.
Fladenbrot wird mit einem Stiel eingedrückt und Falafel werden mit einem Eisportionierer aus der Schüssel geformt.
Close Up von Falafeln und Fladenbrot im Airfryer vor dem Bakcen und die Falafeln im Airfryer nach dem Backen.

Veganer Falafel-Teller mit Fladenbrot aus dem Airfryer und selbstgemachtem Hummus

3-4 Portionen
|
60 Minuten (+ 60 Minuten Gehzeit + 25 Minuten Backzeit)

Zutaten

Für das Fladenbrot: 

  • 1 (glutenfreie) Fladenbrot-Mischung (z. B. von Bauck Mühle

  • 1 Päckchen Trockenhefe 

  • 400 ml lauwarmes Wasser 

  • Sesam

  • Schwarzkümmel

Für die Falafel: 

  • 1 Falafel-Mischung (z. B. von Bauck Mühle)

  • 250 ml heißes Wasser

Für die Sumach-Zwiebeln: 

  • 2 rote oder weiße Zwiebeln

  • 1 EL Sumach 

  • Zitronensaft

  •  Salz

Für die Harissa-Kichererbsen: 

  • 400 g Kichererbsen aus der Dose

  • Harissa (Paste oder Pulver)

  • Zitronensaft

  • Olivenöl

  • Salz

Für den Hummus: 

  • 400 g Kichererbsen aus der Dose 

  • 50 g Tahin

  • 1 Knoblauchzehe

  • 0.5 TL gemahlener Kreuzkümmel 

  • Zitronensaft

  • Eiswürfel 

  • Salz

Für Zhough:

  • 2 Serrano-Chilischoten

  • 2 Knoblauchzehen

  • 25 g Koriander

  • 0.5 TL gemahlener Kreuzkümmel

  •  0.5 TL gemahlener Koriander

  • 0.5 TL gemahlener Kardamom

  • circa 75 ml Olivenöl

  • Zitronensaft

  • Salz

Für den Salat:

  • 2 große Tomaten

  • 2 englische Gurken

  • 1 rote Zwiebel

  • 10 g Petersilie 

  • 10 g Minze 

  • 2 EL Olivenöl

  • Zitronensaft

  • Salz

  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Fladenbrote nach Packungsanleitung zubereiten. Dafür die Mischung mit Trockenhefe vermengen und lauwarmes Wasser dazugeben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und circa 30 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Danach den Teig in 4–6 Portionen aufteilen und etwas dünner ausrollen oder formen. Nach Wunsch mit Sesam oder Schwarzkümmel bestreuen. Anschließend weitere circa 30 Minuten abgedeckt gehen lassen. Die Fladenbrote bei 230 °C (Ober-/Unterhitze) circa 25 Minuten im Ofen oder im Airfryer backen. 

  2. Die Falafel-Mischung in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser übergießen. Alles gut vermengen und die Mischung circa 15 Minuten quellen lassen. Danach die Masse noch einmal gut vermengen und zu kleinen Bällchen formen. Diese entweder in einer Pfanne mit Pflanzenöl braten oder alternativ im Airfryer bei 210 °C circa 15 Minuten backen.

  3. Für die Sumach-Zwiebeln die Zwiebeln schälen, halbieren und entweder dünn hobeln oder mit einem Messer schneiden. Mit Sumach, etwas Zitronensaft und Salz massieren, dann beiseitestellen und bis zum Servieren ziehen lassen.

  4. Für die knusprigen Kichererbsen zuerst Kichererbsen aus der Dose abtropfen lassen und mit einem sauberen Geschirrtuch zusätzlich trocken reiben. Dann mit Harissa, etwas Öl, Zitronensaft und Salz vermengen und würzen. Entweder in einer Pfanne kurz braten oder im Ofen oder Airfryer backen, bis sie knusprig sind. 

  5. Für den Hummus Kichererbsen aus der Dose abgießen und abtropfen lassen. Zusammen mit Tahin, geschältem Knoblauch, gemahlenem Kreuzkümmel und ein paar Eiswürfeln in einen Mixer geben und einige Minuten zu einem cremigen Hummus verarbeiten. Dabei nach Bedarf etwas Wasser dazugeben. Mit Zitronensaft, Salz, mehr Tahin und mehr Kreuzkümmel abschmecken. 

Tipp 1: Den Eiswürfel-Tipp habe ich von Ottolenghi. Die Eiswürfel sorgen dafür, dass der Hummus cremiger wird . Wenn ihr keine habt, könnt ihr sie aber auch weglassen. 

Tipp 2: Für einen noch cremigeren Hummus kann man die Kichererbsen auch vorher circa 10 Minuten in Wasser köcheln, das ihr vorher mit Salz und Kreuzkümmel würzt. So werden die Kichererbsen zum einen weicher, aber auch geschmacklich intensiver. Das Kochwasser könnt ihr später verwenden und beim Mixen dazugeben, bis der Hummus die gewünschte Konsistenz erreicht hat. 

Tipp 3: Die Kichererbsen aus der Dose kann man ebenfalls mit einem Geschirrtuch abtrocknen, sodass sich ihre Schalen lösen und entfernen lassen. Dafür habe ich zugegeben selten Geduld, aber ich will es hier dennoch erwähnen.

  1. Für Zhough zunächst die Chilischoten grob schneiden und nach Wunsch Kerne entfernen. Chili und Knoblauch zuerst in einen Zerkleinerer geben und verarbeiten, bis beides fein zerkleinert, aber noch leicht stückig ist. Danach frischen Koriander, Gewürze und etwas Zitronensaft dazugeben. Weiter zerkleinern und dabei Olivenöl dazugeben, bis ihr eine Paste habt. Mit Salz und eventuell mehr von den Gewürzen abschmecken. 

  2. Für den Salat Tomaten, Gurken und Zwiebel fein würfeln. Frische Petersilie und frische Minze fein hacken. Alles zusammen in eine Schüssel geben und mit Olivenöl vermengen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

  3. Alle Komponenten zusammen servieren. 

Fertige Falaffel Platte mit Salat und Fladenbrot und eine Nahaufnahme von der Salatschüssel.
Eine Hand greift eine Falafel vom Teller und ein Fladenbrot gefüllt mit Hummus und Falafel.
Fertige Falaffel Platte mit Salat und Fladenbrot und einer Packung Bauck Falafel und ein leergegessener Teller.

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