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Wurzel-Baguette aus Sauerteig mit Tomatensalat

Wurzel-Baguette aus Sauerteig mit Tomatensalat

Ein Rezept von Anna Germek | Fotos von Anna Germek

Es gibt Beilagen, die bleiben immer im Hintergrund. Und dann gibt es Baguette. Zu Suppen, Salaten, Dips oder einfach pur mit gutem Olivenöl: Ein knuspriges Baguette passt eigentlich immer und überall. Wir schenken diesem Alleskönner heute endlich die Hauptrolle, die er verdient hat. Zusammen mit einem Tomatensalat, der genauso unkompliziert ist wie das Brot selbst.

Warum Sauerteig statt Hefe?
Wer unseren Blog schon länger verfolgt, weiß: Wir sind seit unseren Sauerteigbrötchen über Nacht im Sauerteig-Fieber. Denn Sauerteig ist nicht nur etwas gesünder und besser bekömmlich, sondern macht auch einfach ziemlich viel Spaß. Und weil unser Baguette-Teig über Nacht im Kühlschrank ruht, müsst ihr euch tagsüber um fast nichts kümmern.

Noch keinen Sauerteigstarter?
Kein Problem. In unserem Starter-Guide zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie ihr einen von Grund auf ansetzt. Wenn’s schnell gehen soll, könnt ihr einen Starter aber auch in manchen Bäckereien oder im Supermarkt kaufen.

Wie funktioniert das Fütterungsverhältnis für den Starter?
Für dieses Rezept füttert ihr euren Sauerteigstarter am besten morgens, sodass er abends aktiv und startklar ist. Das Verhältnis 1:5:5 bedeutet: 1 Teil Starter, 5 Teile Mehl, 5 Teile Wasser. Um auf 120 Gramm zu kommen (und noch einen kleinen Rest zu haben, um weiterhin damit backen zu können), braucht ihr morgens also nur etwa 13 Gramm Starter zum Ansetzen. Also: 13 Gramm Starter + 65 Gramm Mehl + 65 Gramm Wasser = circa 120 Gramm für das Rezept + 20 Gramm als Reserve . 

An heißen Sommertagen über 30 Grad empfehlen wir sogar ein noch etwas höheres Verhältnis von 1:6:6, da der Starter durch die Wärme schneller aktiv wird.

Muss ich den Teig dehnen und falten?
Nein – und genau das macht dieses Rezept so alltagstauglich. Ihr lasst den Teig einmal gründlich von der Küchenmaschine durchkneten, bei Raumtemperatur gehen und stellt ihn anschließend über Nacht in den Kühlschrank. Kein zusätzlicher Schritt nötig – also ideal, wenn ihr euren Feierabend nicht nur in der Küche verbringen wollt. 

Ihr habt keine Küchenmaschine? Dann könnt ihr auch 20 Minuten ordentlich von Hand kneten, besser wird das Ergebnis für dieses Rezept aber wahrscheinlich mit der Küchenmaschine.

Soll der Teig so feucht sein?
Ja! Die Wassermenge bei diesem Rezept ist recht hoch, damit das Baguette auch ohne dehnen, falten oder lange Teigruhe schön luftig wird. Beim Anrühren ist der Teig daher eher feucht – durch langes Kneten und die Ruhephase im Kühlschrank ist er am nächsten Tag aber fest genug, um verarbeitet zu werden.

Ist es kompliziert, mit Dampf zu backen?
Auch das ist kein Hexenwerk, versprochen! Eine hitzefeste Form mit Wasser in den Ofen stellen oder Wasser direkt auf den Ofenboden schütten (sofern euer Ofen das verträgt) – fertig ist der DIY-Dampfgarer. 

Ihr braucht mehr Sauerteig-Rezepte?
Wer danach noch nicht genug hat: Auch unser Kartoffel-Walnuss-Brot und unser knuspriges Kürbisbrot warten schon auf euch.

Sauerteig Starter im Glas wird in eine Schüssel mit Wasser gegeben und Mehl wird dazu gegeben.
Der Teig wird in der Maschine geknetet und dann mit einem Geschirrtuch in der Schüssel abgedeckt.
Der Teig wird aus der Schüssel gestürzt, geteilt und gedreht.
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Wurzel-Baguette aus Sauerteig mit Tomatensalat

2 Baguettes + 4 Portionen Salat
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ca. 15 Stunden (20 Minuten Zubereitung + 14 Stunden Gehzeit + 25 Minuten Backzeit)

Zutaten

Für die Baguettes:

  • 120 g aktiver Sauerteigstarter

  • 380 g Wasser

  • 450 g Weizenmehl (Type 550)

  • 50 g Weizenvollkornmehl

  • 11 g Salz

Für den Tomatensalat:

  • 5 Rispentomaten

  • 15 Cherrytomaten

  • 0.5 rote Zwiebel

  • 1 Knoblauchzehe

  • 2 EL Olivenöl

  • 3 EL Balsamicoessig

  • 1 EL Agavendicksaft

  • Salz

  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Sauerteigstarter füttern, sodass er abends aktiv und bereit zum Backen ist. Wenn er morgens vor der Arbeit gefüttert wird, dann im Verhältnis 1:5:5.

  2. Starter, Wasser, Mehle und Salz in eine Schüssel geben und 10–20 Minuten am besten mit einer Küchenmaschine verkneten. Den Teig etwa 1–2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er sich etwas vergrößert hat. Im Winter an einen warmen Ort stellen.

  3. Nach der Gehzeit den Teig abgedeckt, zum Beispiel mit einer Frischhaltefolie, über Nacht (etwa 10–16 Stunden) in den Kühlschrank stellen.

  4. Den Teig morgens auf eine bemehlte Arbeitsplatte stürzen, mit Mehl bestäuben und in zwei Stränge zerteilen. Die entstandenen offenen Kanten verschließen, dann die Stränge vorsichtig verdrehen. Abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Den Ofen auf 230 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

  5. Die Baguettes 10 Minuten mit Wasserdampf backen: Entweder durch einen Backofen mit Dampffunktion oder indem ihr beim Vorheizen eine ofenfeste Form auf den Boden des Ofens stellt und kurz vor dem Backen mit heißem Wasser befüllt. Oder indem ihr Wasser einfach auf den Ofenboden schüttet, sofern das euer Ofen verträgt. Weitere 15 Minuten ohne Dampf fertigbacken.

  6. In der Zwischenzeit die Tomaten schneiden, die Zwiebel würfeln und den Knoblauch hacken. Den Knoblauch zusammen mit Olivenöl, Balsamicoessig, Agavendicksaft, Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren und über das Gemüse geben. Die Baguettes vor dem Anschneiden mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.

Die fertigen Baguettes liegen auf einem Rost und der Tomatensalat wird vermengt.
Das fertige Baguette angeschnitten mit Butter und zusammen mit dem Tomatensalat serviert.

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