Da die französische Küche nicht unbedingt vegan-freundlich ist, setzte ich bei meinem Urlaub in Frankreich viele Hoffnungen in ein spezielles Gericht: Ratatouille. Doof nur, dass ich im Norden des Landes unterwegs war und der geschmorte Gemüseeintopf aus der provenzalischen Küche stammt, also im Süden beliebt und bekannt ist.

Deshalb habe ich (ganz schön frech) das Ratatouille während meines Urlaubs einfach selbst gekocht. Im Sommer ist es einfach ein unschlagbar gutes Gericht, denn es lebt von den frischen saisonalen Zutaten und deren Qualität. Aromatische Tomaten, Zucchini, Aubergine, Paprika, Zwiebel, Knoblauch und ein paar Kräuter – viel mehr braucht es nicht. Außer vielleicht: Zeit. Es gibt zwar auch einige Rezepte, die besonders schnell gekocht sind, aber wie bei vielen Tomatengerichten lohnt es sich wirklich, sie länger köcheln zu lassen.

Solltet ihr das Ratatouille zu einer Zeit kochen, in der Tomaten nicht in Saison sind, würde ich lieber zu ganzen Dosentomaten greifen als zu „laschen“ frischen Optionen. In traditionellen Rezepten werden sie und die Paprikaschoten oft gehäutet, wir haben diesen Punkt aber übersprungen und das Ratatouille wird trotzdem super schmecken.

Generell lässt sich dieses Rezept sehr schnell an eure Vorlieben und euer Kücheninventar anpassen: Nehmt mehr oder weniger von einem Gemüse oder lasst es sogar ganz weg, wenn ihr es gar nicht mögt. Statt getrockneter Kräuter könnt ihr selbstverständlich auch frische gehackte Kräuter verwenden. Und wer mag, gibt etwas Säure durch etwas Zitronensaft oder Weinessig dazu. Wir haben das Ratatouille direkt auf knusprigem Brot serviert, aber ihr könnt es natürlich auch klassisch direkt so essen, wie es ist.

Ratatouille auf knusprigem Baguette

4 Personen
60 Minuten

Zutaten

Für das knusprige Baguette:

  • 1 Baguette
  • Olivenöl
  • Salz

Für das Ratatouille:

  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 2 Paprika
  • 3 rote Zwiebeln
  • 3 große Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Oliven
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 200 ml passierte Tomaten
  • Olivenöl zum Braten
  • frischer Basilikum zum Servieren
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Aubergine, Zucchini, Paprika, rote Zwiebeln und Tomaten klein schneiden. Die Stücke können gern etwas größer sein, vor allem wenn ihr das Ratatouille so essen wollt. Wenn ihr es aber auf die Baguettescheiben geben wollt, könnt ihr die Stücke etwas kleiner schneiden. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Oliven in dickere Scheiben schneiden.
    Basilikumblätter zum Servieren Chiffonade schneiden – das heißt, ihr legt die Blätter übereinander, rollt sie dann eng zusammen und schneidet die Rolle dann in feine Streifen.

  2. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zuerst Zucchini, Aubergine und Paprika ca. 15 Minuten darin anbraten, bis sie etwas weicher sind, aber noch Biss haben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse danach aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

  3. Erneut Olivenöl in die Pfanne geben und nun Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter ca. 5 Minuten bei kleiner Hitze anschwitzen, bis die Zwiebel glasig ist. Danach Tomaten dazugeben und zusammen 5 Minuten anbraten. Nun kommen das restliche Gemüse und passierte Tomaten in die Pfanne. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Ratattouille ca. 20 Minuten mit geschlossenem Deckel schmoren lassen. Ca. 5 Minuten vor Schluss die Oliven dazugeben.

  4. In der Zwischenzeit den Backofen auf 170°C vorheizen. Das Baguette in Scheiben schneiden und auf ein Backblech geben. Mit Olivenöl beträufeln und leicht salzen. Im Backofen ca. 8-10 Minuten backen, bis das Brot goldbraun und knusprig ist.

  5. Das Ratatouille entweder mit dem knusprigen Brot servieren oder auf den knusprigen Brotscheiben verteilen. Mit dem Basilikum bestreuen.

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