Vegane Berliner aus dem Ofen

Wir haben uns heute hier versammelt, um eine ziemlich heikle Sache zu besprechen. Vor uns liegt ein Teller mit sehr fluffigen, gefüllten Berlinern. Wahrscheinlich diskutieren wir erstmal eine halbe Stunde darüber, ob wir sie denn nun vegane Berliner, Krapfen oder Pfannkuchen nennen. ICH persönlich würde ja Pfannkuchen sagen, aber ich habe eingesehen, dass wir mit dem Begriff „Berliner“ die meisten Menschen abholen. So soll es also sein.

Aber es gibt da diese eiiiiine Sache, die ich viel fataler finde und die mir fast einen kleinen körperlichen Schmerz bereitet. Denn so fluffig sie auch sind … sie haben doch ein Geheimnis. Und das lautet: SIE KOMMEN AUS DEM OFEN UND WURDEN NICHT FRITTIERT! – Stille –

Ja, das lassen wir jetzt erstmal alle kurz sitzen. Wahrscheinlich habt ihr euch sowieso schon gefragt, wieso es in der Küche gar nicht so herrlich fettig riecht. Aber jetzt ist es ja raus und ich kann mir sogar vorstellen, dass sich der*die eine oder andere von euch sogar freut. Genau deshalb haben wir auch tatsächlich dieses neue Berliner-Rezept auf dem Blog. Wir wissen, dass sich viele nicht ans heiße Fett trauen und auch ich akzeptiere und respektiere das – wirklich! Für alle, die aber nicht ohne Frittieren können, gibt’s hier auch unser alternatives Rezept für vegane Mini-Berliner.

Für die gebackenen Berliner habe ich einen besonders weichen, fluffigen Hefeteig zubereitet – er sollte natürlich nicht klebrig sein, aber seid lieber geduldig, etwas vorsichtiger und auch sparsam mit zusätzlichem Mehl. Wenn euer Hefeteig schon ziemlich fest ist, werden die Berliner nach dem Backen wahrscheinlich nicht so wunderbar weich sein, wie wir es wollen.

Wenn ihr nach dem Backen das Gefühl habt, dass die Oberfläche etwas härter wirkt, dann keine Sorge – spätestens nach dem Bestreichen mit geschmolzener veganer Butter werden die Pfannkuc… – huch – die Berliner weich. Danach könnt ihr sie direkt in Zucker wälzen und sie mit eurer liebsten Marmelade füllen. Dafür nehmt ihr am besten einen Spritzbeutel mit einer langen, dünnen, spitzen Tülle. Wer die Berliner gleichmäßig füllen möchte, kann sie auch vor und nach dem Füllen auf eine Waage legen, um die Füllmenge zu kontrollieren. Alternativ könntet ihr auch Schokoladen-, Nuss-, Nougatcreme verwenden oder alle mit einer köstlichen Senf-Füllung überraschen.

R885 Vegane Berliner aus dem Ofen
R885 Vegane Berliner aus dem Ofen
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Vegane Berliner aus dem Ofen

circa 12 Berliner
40 Minuten (+ 90 Minuten Ruhezeit + 15 Minuten Backzeit)

Zutaten

Für den Teig:

  • 175 ml pflanzliche Milch
  • 1 Würfel (42 g) frische Hefe
  • 75 g weißer Zucker
  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • 75 g (ca. 3 EL) Apfelmus
  • 75 g vegane Butter (Raumtemperatur)
  • 1 Vanilleschote (Mark)
  • 1 TL Zitronenabrieb
  • 1 Prise Salz

Außerdem:

  • Marmelade zum Füllen
  • geschmolzene vegane Butter zum Bestreichen
  • Zucker zum Wälzen und Bestreuen

Zubereitung

  1. Die pflanzliche Milch zuerst erwärmen, bis sie lauwarm ist. Danach in die Schüssel einer Küchenmaschine geben, die frische Hefe hineinbröseln und einen kleinen Löffel vom Zucker hinzugeben. Die Mischung circa 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen an der Oberfläche bilden – so wisst ihr, dass die Hefe aktiv ist.

  2. Nun den restlichen Zucker, Mehl, Apfelmus, weiche vegane Butter, das Mark einer Vanilleschote, Zitronenabrieb und eine Prise Salz dazugeben und alles mehrere Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Tipp 1: Macht am besten den Fenstertest, um zu merken, ob der Teig schon ausreichend genug geknetet wurde. Dafür nehmt ihr ein kleines Stück vom Hefeteig und zieht es zu allen Seiten auseinander. Der Teig sollte sich gut dehnen lassen, sodass ihr fast durchschauen könntet (daher der Name „Fenstertest“) und nicht auseinanderreißen. Falls er reißt oder ihr nicht durch ihn „hindurchsehen“ könnt, knetet den Teig weiter.

Tipp 2: Der Teig wirkt erst ziemlich klebrig, aber gebt ihm Zeit beim Kneten und gebt wirklich erst nach ein paar Minuten etwas Mehl hinzu, falls nötig.

  1. Den Teig zu einer großen Kugel formen und mit einem feuchten, sauberen Küchentuch abgedeckt circa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Das Teigvolumen sollte sich dann fast verdoppelt haben.

  2. Den Hefeteig aus der Schüssel nehmen und in kleine Portionen (jeweils 75 Gramm) aufteilen. Jede Teigportion gründlich rundwecken, sodass ihr kleine, gleichmäßige Kugeln mit glatter Oberfläche erhaltet. Dafür eine Arbeitsfläche wählen, auf der sich der Teig gut rollen lässt, ohne, dass ihr ihn zusätzlich mit Mehl bestäuben müsst. Sonst lassen sich die Teigkugeln nämlich nicht so schön rund formen, weil sie schnell zu trocken werden.

  3. Die Teigkugeln mit genügend Abstand auf einem oder zwei Backblechen verteilen und erneut 30–45 Minuten abgedeckt gehen lassen, damit sie größer werden.

  4. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Die Teigkugeln nach dem Gehen circa 10–15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

  5. Die veganen Berliner aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Danach mit Marmelade oder einer anderen Füllung eurer Wahl füllen. Mit geschmolzener veganer Butter bestreichen und direkt auf der Oberseite in Zucker wälzen.

R885 Vegane Berliner aus dem Ofen
R885 Vegane Berliner aus dem Ofen
R885 Vegane Berliner aus dem Ofen
R885 Vegane Berliner aus dem Ofen

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