Vegane gefüllte Paprikaschoten mit rotem Reis

Jedes Mal, wenn ich gefüllte Paprikaschoten esse, frage ich mich, warum ich das nicht öfter mache. Diese butterweiche, saftige Paprika, die freundlicherweise eine kleine Herberge für Füllungen aller Art bietet, ist eine meiner liebsten Gemüsevarianten überhaupt. Allerdings erinnere ich mich dann doch wieder, warum ich so selten in den Genuss komme: ein bisschen Zeit muss man nämlich schon in das Gericht investieren. Nachdem die Füllung zubereitet wurde, kommt das Ganze noch in den Ofen – und zwar so lang, dass die Paprikaschote auch wirklich butterweich wird. Der Aufwand macht dieses eigentlich sehr bodenständige Gericht für mich dann doch zu etwas Besonderem.

Die wohl „klassischste“ Füllung für Paprikaschoten ist wohl Hackfleisch, was ihr superschnell auch vegan zubereitet könnt (hier findet ihr unser Rezept dafür). Wenn es „gesünder“ oder „vollwertiger“ werden soll, verwenden viele Couscous, ich finde aber, dass Reis die bessere Wahl ist, weil er beim Garen die Flüssigkeit des Gerichts wunderbar aufsaugt und dadurch richtig „saftig“ wird. Wir haben heute roten Camargue-Reis verwendet (der nach dem Backen auf einmal verdächtig wie vegane Hackfleischfüllung aussah), aber ihr könnt natürlich jeden Langkornreis dafür verwenden, je nach Sorte verkürzt sich auch die Garzeit.

Vegane gefüllte Paprikaschoten mit rotem Reis

4 Personen
40 Minuten (+ 30 Min. Backzeit)

Zutaten

  • 4 Paprikaschoten
  • Pflanzenöl zum Braten

Für die Füllung:

  • 200 g roter Reis (oder Langkornreis)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g Champignons
  • 1 Möhre
  • 4 EL vegane Butter
  • 4 EL Mehl
  • 250 ml pflanzliche Sahne
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Muskat
  • 0.25 TL Zimt
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriander
  • 0.5 TL Paprikapulver
  • 1 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Tomatensoße:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 EL Paprikamark (oder Ajvar)
  • 1 EL Harissa (oder 1 TL Chiliflocken)
  • 400 g stückige Tomaten aus der Dose
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Pflanzenöl zum Braten

Zubereitung

  1. Zuerst den Reis nach Packungsanleitung kochen. Parallel dazu Paprikaschoten längs halbieren und entkernen – ihr könnt aber auch nur den Deckel abschneiden, wenn ihr lieber die ganze Paprikaschote füllen wollt. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Champignons und Möhre klein schneiden.

  2. Etwas Pflanzenöl in einer großen Pfanne erhitzen und zuerst die Zwiebelwürfel anschwitzen, bis sie glasig sind. Knoblauch dazugeben und 1-2 Minuten ebenfalls anschwitzen. Danach die Möhre und Champignons dazugeben und gemeinsam ca. 5 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

  3. Parallel dazu vegane Butter in einem Stieltopf schmelzen lassen und das Mehl einrühren. Langsam mit Gemüsebrühe auffüllen und dabei immer gut verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Die pflanzliche Sahne einrühren und die Mischung mit Muskat, Zimt, Kreuzkümmel, Koriander und Paprikapulver würzen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

  4. Der Reis sollte mittlerweile gar sein. Soße, Pfannengemüse und Reis in einer Schüssel verrühren und erneut mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach die Füllung in die vorbereiteten Paprikaschoten geben.

  5. Für die Tomatensoße Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Erneut Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen und erst die Zwiebel anschwitzen, bis sie glasig ist. Danach den Knoblauch ca. 1-2 Minuten ebenfalls anschwitzen. Paprikamark und Harissa dazugeben und gemeinsam ca. 3-4 Minuten erwärmen. Erst danach die stückigen Tomaten dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

  6. Backofen auf 200°C vorheizen. Die Tomatensoße in eine Auflaufform geben und die gefüllten Paprikaschoten hineinlegen, so dass die gefüllte Seite nach oben zeigt. Ca. 30 Minuten im Backofen garen, bis die Paprika weich sind. Sollten die Paprika beim Backen zu dunkel werden, die Backform mit Alufolie abdecken.

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