Vegane Hummus-Platte mit Falafel, Tabouleh & Makali

Ich habe eine Schwäche für arabisches Essen. Das kann zum einen daran liegen, dass ich in Kreuzberg geboren wurde und bis heute viel in Kreuzberg und Neukölln unterwegs bin und somit arabische Gerichte in Hülle und Fülle jeden Tag essen kann, aber auch daran, dass ich eine Patenschaft zu einer Familie aus Syrien habe. Das syrische Linsen-Reis-Gericht Mujaddara ist zum Beispiel eines der Gerichte, das ich erst durch sie kennen und lieben gelernt habe. Und obwohl die Auswahl an arabischen Gerichten extrem vielfältig ist, fallen den meisten vor allem Hummus und Falafel als erstes ein. Zu recht, denn auch ich könnte mich täglich von dem cremigen Kichererbsenbrei und den frittierten Bällchen ernähren.

Ich habe mir also die unterschiedlichen Zubereitungsmöglichkeiten von Hummus und Falafel angesehen und Rezepte entwickelt, die man einfach zu Hause nachkochen kann. Allerdings möchte ich jetzt schon vorweg nehmen: Es gibt unzählige Variationen für die Rezepte und jedes Restaurant, jeder Koch, jede Webseite, jede Region betitelt das eigene Rezept als das beste. Ich habe hingegen die Gerichte einfach so zubereitet, wie sie mir am besten schmecken, ha! Obwohl Hummus und Falafel natürlich die Hauptrolle spielen, haben wir noch einen frischen Tabouleh (Petersiliensalat) und Makali (frittiertes Gemüse) zubereitet und ein paar extras wie Oliven, Tomaten, Gurken und arabisches Brot mit auf den Tisch gestellt. Euer eigenes kleines Buffet, das natürlich mit allen geteilt wird.

Für den Hummus gibt es verschiedene Varianten für die Verarbeitung der Kichererbsen. Wir empfehlen getrocknete Kichererbsen zu nehmen und diese erst über Nacht einzuweichen und im Anschluss nochmal zu kochen. Wir haben euch aber trotzdem eine Variante für Kichererbsen aus der Dose hinzugefügt. Auch diese schmeckt natürlich lecker. Für die Falafel hingegen würden wir euch unbedingt empfehlen getrocknete Kichererbsen zu verwenden und diese ebenfalls am Abend zuvor in Wasser einzuweichen. Kichererbsen in der Dosen werden nämlich abgekocht – für Falafel benötigt man jedoch nur eingeweichte Falafel und keine abgekochten. Das macht einen großen Unterschied in der Konsistenz!

Bei diesem Rezept wurden wir von Just Spices unterstützt, worüber wir uns wirklich irre freuen! Wir haben das Hummus Topping genutzt, um unserem cremigen Hummus den letzten Schliff zu geben! In dem Topping findet ihr weißen und schwarzem Sesam, Chili, rote Zwiebeln, Paprika , Kreuzkümmel, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch, Koriandersaat und Ingwer. Eurem fluffig-weichen Hummus verleiht ihr so ein würziges Topping, das nicht nur wunderbar dazu passt, sondern auch optisch einiges hermacht. Die Gewürzmischung besteht auf 100 % natürlichen Zutaten und kommt ganz ohne Geschmacksverstärker aus!

Vegane Hummus-Platte mit Falafel, Tabouleh & Makali

4 Portionen
90 Minuten (+ Wartezeiten)

Zutaten

Hummus
  • 350 g getrocknete Kichererbsen oder 700 g Kichererbsen aus der Dose
  • 1 TL Natron
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 g Tahin
  • 1.5 Zitronen
  • 1.5 TL Kreuzkümmel
  • 1.5 TL Salz
  • Olivenöl
  • Hummus-Topping (z.B. von Just Spices)

Tabouleh

  • 50 g Bulgur
  • 100 g Petersilie
  • 10 g frische Minze
  • 150 g Tomaten
  • 2 Frühlingszwiebel
  • 2 Zitronen
  • 70 ml Olivenöl
  • Salz

Falafel

  • 250 g getrocknete Kichererbsen oder 500 g Kichererbsen aus der Dose
  • 5 Knoblauchzehen
  • 20 g frische Petersilie
  • 2 TL Koriander
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Backpulver
  • Salz
  • 0.5 l pflanzliches Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • nach Bedarf: Kichererbsenmehl

Makali

  • 1 kleiner Kopf Blumenkohl
  • 1 Aubergine
  • 1-2 TL Salz
  • 100 g Speisestärke
  • 0.5 l pflanzliches Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl)

Zusätzlich

  • 2 frische Zitronen
  • 4-5 Salatblätter (Romana)
  • arabisches Brot

Zubereitung

Kichererbsen vorbereiten

Falafel
  1. Die getrockneten Kichererbsen gut waschen und am Abend zuvor in ausreichend kaltem Wasser einweichen.
Hummus Variante 1: getrocknete Kichererbsen
  1. Die getrockneten Kichererbsen gut waschen und am Abend zuvor in ausreichend kaltem Wasser einweichen.
  2. Am nächsten Tag die Kichererbsen aus dem Wasser nehmen und in einem Topf mit Wasser und Natron für 30-60 Minuten (je nach Beschaffenheit der Kichererbsen) köcheln. Am Ende sollten die Kichererbsen etwas auseinander fallen und sehr weich sein. Das Wasser aus dem Kochtopf nicht weg kippen!
  3. Die Kichererbsen im Topf so lange abkühlen lassen, bis sie nur noch lauwarm sind.
Hummus Variante 2: Kichererbsen aus der Dose
  1. Die Kichererbsen aus der Dose samt der Flüßigkeit und 1 TL Natron in einen Topf geben und ca. 20-30 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln. Falls nötig, Wasser hinzufügen.
  2. Am Ende sollten die Kichererbsen leicht auseinanderfallen und schön weich sein. Auch hier sollte das Wasser aus dem Topf unbedingt aufgehoben werden.

Hummus zubereiten

  1. Den Saft der Zitronen ausdrücken und in einen Mixer geben.
  2. Die Knoblauchzehen schälen und mit dem Tahin, dem Kreuzkümmel und dem Salz ebenfalls hinzugeben. Die Masse etwa eine Minute gut mixen.
  3. Nun die Kichererbsen hinzugeben und erneut mixen. Soviel Wasser der Kichererbsen hinzugeben bis ein cremiger, fluffiger Hummus entsteht. Am Ende nochmals abschmecken und gegebenfalls nachwürzen.
  4. Den Hummus mit Olivenöl und Hummus-Topping servieren.

Tabouleh

  1. Den Bulgur nach Packungsanleitung zubereiten. Im Anschluss gut abtropfen lassen.
  2. Die Petersilie und Minze gut waschen und fein hacken. Die Tomaten und Frühlingszwiebel ebenfalls waschen und fein schneiden.
  3. Den Saft der Zitronen auspressen. Gemeinsam mit Olivenöl und Salz ein Dressing anrühren.
  4. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und abschmecken.

Falafel

  1. Die Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen und zwei Mal in einen Fleischwolf geben. Alternativ die Kichererbsen in einen Zerkleinerer geben. Die Kichererbsen-Masse sollte am Ende noch recht grob sein und keinesfalls ein Püree (also glatt sein).
  2. Den Knoblauch und die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  3. Die Kichererbsen mit Zwiebel, Knoblauch und den Gewürzen in einer Schüssel vermischen und min. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Im Anschluss das Backpulver dazu geben und 10-12 Bällchen aus der Masse formen.
  4. In einem Topf das pflanzliche Öl erhitzen. Zum Test könnt ihr einen Holzspieß ins heiße Fett halten – wenn sich Bläschen rund um den Spieß bilden, ist das Öl heiß genug.
  5. Die Falafel portionsweise etwa 5 Minuten frittieren, bis sie knusprig-braun sind. Die Falafel sollten im Öl recht schnell an die Oberfläche kommen. Die Bällchen im Anschluss auf einem Tuch abtropfen lassen.

Tipp

Manchmal kommt es vor, dass Falafel beim Frittieren auseinander fallen. Dann sind die Kichererbsen meist nicht stückig genug (also zu glatt), zu feucht, (und somit zu schwer) oder das Fett hat nicht die passende Temperatur. Man kann hier versuchen mit Kichererbsenmehl nachzubessern, sodass der Falafelteig trockener wird.

Makali

  1. Die Aubergine waschen, die Enden entfernen und in 0.5 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Die Scheiben auf einem Küchentuch platzieren mit Salz bestreuen und nach 5 Minuten wenden und auch für die zweite Seite so vorgehen. So entziehen wir den Auberginenscheiben das Wasser vor dem Frittieren. Das austretende Wasser abtupfen.
  3. Den Blumenkohl ebenfalls waschen, gut trocken tupfen und in Röschen schneiden.
  4. Einen Teller mit Speisestärke befüllen und den Blumenkohl und die Auberginenscheiben darin wenden.
  5. In einem Topf das pflanzliche Öl erhitzen. Zum Test könnt ihr wieder einen Holzspieß ins heiße Fett halten – wenn sich Bläschen rund um den Spieß bilden, ist das Öl heiß genug.
  6. Nun das Gemüse nach und nach knusprig braun frittieren und auf einem Tuch im Anschluss abtropfen lassen.
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