Wir alle kennen sie: diese Gerichte von „damals“, die man irgendwie doch geschmacklich vermisst. Und nein, wir führen jetzt keine Debatten darüber, warum man als VeganerIn versucht, Geschmäcker zu imitieren und ob das sinnvoll ist. Für mich sind zwei dieser Dinge Kassler (huchsa) und Ei, die ich schon geschmacklich ganz gut fand. Wäre da nur nicht diese Sache mit den Tieren. Im Gegensatz zu Kassler, den ich vegan noch nicht hinbekommen habe, bin ich in Sachen Ei schon ein gutes Stück weitergekommen. Auf unserer Checkliste stehen bereits:

Um letzteres geht es in diesem Rezept und alles, was ihr dafür braucht, ist:

  • Naturtofu: Er dient als Basis und gibt dem Rührtofu eine gute Konsistenz, da er eben nicht zu weich, aber auch nicht zu fest ist. Statt ihn ordentlich in Würfel zu schneiden, könnt ihr ihn für Rührtofu einfach mit den Händen in kleine Stückchen bröseln.

  • Kichererbsenmehl: Es dient als eine Art Bindemittel, damit die Tofustückchen nicht beim Braten trocknen, sondern in einer Flüssigkeit köcheln und dadurch eine Rührei-ähnliche Konsistenz bekommen. Ihr rührt es einfach in einer pflanzlichen Milch eurer Wahl an.

  • Gewürze: Bisher schmeckt unser Rührtofu nach: nichts. Weder der Naturtofu noch das Kichererbsenmehl bringen besonders viel Geschmack in die Pfanne, daher solltet ihr Rührtofu kräftig würzen. Besonders toll sind eine Prise Kurkuma für die Farbe und das indische Schwarzsalz Kala Namak, das einfach rein zufällig nach Ei schmeckt. Wir danken dem Salzgott jedes Mal dafür.

  • Gemüse: Persönlich mag ich ein bisschen Gemüse im Rührtofu, ihr könnt es aber auch weglassen. Angeschwitzte Zwiebeln und Paprikawürfel sind meine Favoriten, aber auch halbierte Kirschtomaten, vielleicht sogar grob geriebene Karotten kann ich mir gut darin vorstellen.

  • Toppings: Wir machen es uns heute mal einfach und streuen Kresse über den Rührtofu (Schnittlauch und Petersilie sind genauso toll). Wer aber noch ein bisschen mehr will, verwendet Kokosnuss Bacon, das Rezept dafür findet ihr hier.

Veganer Rührtofu

2 Portionen
20 Minuten

Zutaten

  • 400 g Naturtofu
  • 25 g Kichererbsenmehl
  • 125 ml pflanzliche Milch
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL Kala Namak Salz
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Paprika
  • Salz & Pfeffer
  • Kresse zum Servieren
  • vegane Butter zum Braten

Zubereitung

  1. Kichererbsenmehl und pflanzliche Milch in einer Schüssel verrühren. Den Naturtofu mit den Händen zerbröseln und in die Mehlmischung geben. Hefeflocken, Kurkuma, Paprikapulver und Kala-Namak-Salz dazugeben, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut vermengen.

  2. Rote Zwiebel schälen und fein würfeln, die Paprikaschote waschen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Vegane Butter einer großen Pfanne schmelzen und die Zwiebelwürfel darin ca. 2-3 Minuten anschwitzen, oder bis sie glasig sind. Paprikawürfel dazugeben und weitere 3-4 Minuten anbraten, bis sie weicher werden.

  3. Nun den Rührtofu dazugeben und ca. 5-10 Minuten anbraten, bis er ein bisschen Farbe bekommt. Mit Kresse bestreuen und zu eurem Frühstück servieren.

Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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