R175 Vegane Spaghetti Bolognese

Vegane Spaghetti Bolognese

Bolognese kennen wir als klassisches italienisches Gericht, das aus einer Tomatensoße mit Hackfleisch besteht. So haben wir Bolognese schon in unserer Kindheit gegessen und so essen wir es auch heute noch – nur eben vegan. Irgendwie ironisch also, dass wahrscheinlich kein:e Italiener:in das Gericht erkennen würde, würden wir es so servieren, wie wir es seit Jahrzehnten kennen. In Italien besteht ein „Ragù alla bolognese“ zwar ebenfalls aus einer Hackfleischsoße, diese wird aber deutlich trockener zubereitet, als wir es kennen. 1982 wurde das Originalrezept sogar in der Handelskammer von Bologna festgehalten. Verwendet wird „grobes Rinderhackfleisch, Pancetta (Bauchspeck vom Schwein), Karotten, Stangensellerie, Zwiebeln, Tomaten, trockener Weißwein, Vollmilch, Gemüsebrühe, Olivenöl oder Butter, Salz und Pfeffer“. (Quelle) Das Ragù wird dabei besonders lange geköchelt, sodass es am Ende nicht mehr zu vergleichen ist mit der Konsistenz, die wir von einer Bolognese kennen. Und wo wir schon dabei sind: Auch Spaghetti werden in Italien nicht in Kombination mit dem Ragù gegessen. Stattdessen verwendet man Tagliatelle, denn hier bleibt die Soße deutlich besser haften (Quelle).

Daher sagen wir euch direkt zu Beginn: Unser Rezept für vegane Bolognese hat mit dem Original aus Italien nicht besonders viel am Hut, ist aber eine Hommage daran. Wir haben die „deutsche“ Variante der Bolognese seit unserer Kindheit lieben gelernt, und kochen sie daher auch heute noch ziemlich oft (auch wenn man sie eigentlich nicht mal so nennen dürfte). Es ist das Rezept, das wir kochen, wenn wir „vegan-kritische“ Menschen bekochen dürfen und bisher hat es selbst dem bzw. der kritischsten Person ein „schmeckt ganz gut“ herausgelockt. Daher möchten wir es euch nicht vorenthalten, denn wahrscheinlich würdet auch ihr zu einem Teller „Bolognese“ nicht nein sagen.

Es gibt allerdings ein paar Dinge, die ihr bei diesem Rezept beachten solltet:

Der Fleischersatz: Die Wahl des Fleischersatzes ist euch überlassen. Wir mögen feines Sojagranulat am liebsten, aber natürlich könnt ihr das ganze auch mit größerem Granulat, mit Tofu, mit Linsen, frischem veganen Hack zubereiten. Je nach Ersatz könnt ihr natürlich das Einweichen und Auspressen weglassen.

Die Soße wartet auf die Nudeln: Das ist eine goldene Regel und gilt für eigentlich alle Soßen. Also erst in Ruhe die Soße vorbereiten und warm halten und dann die Nudeln kochen (und unbedingt auch ein bisschen Kochwasser der Nudeln am Schluss zur Soße geben).

Die Tomaten: Wenn ihr keine wirklich fruchtigen, köstlichen Tomaten bekommt (da sie zur Zeit z. B. nicht in Saison sind), würden wir euch immer empfehlen, lieber auf Tomaten aus der Dose zurückzugreifen, denn sonst schmeckt die Soße einfach zu wässrig.

Ganz nach Geschmack: Passt das Rezept (so wie auch jedes andere Rezept) ganz nach eurem Geschmack an und kocht intuitiv. Julia gibt in ihre Bolognese z. B. einen ordentlichen Klecks Ketchup hinzu und lässt stattdessen immer mal den Rotwein weg. Isa hingegen liebt Rotwein in der Bolognese und gibt auch gerne Staudensellerie gemeinsam mit den Möhren in die Pfanne. Daher der Appell an euch: Nehmt dieses Rezept gerne als Basis, aber wandelt das Gericht so ab, wie es euch am besten schmeckt.

Veganer Parmesan: Für uns ist veganer Parmesan ein wichtiger Bestandteil, der niemals fehlen darf. Wir bereiten Parmesan alle Wochen oder Monate zu und bewahren diesen dann in einem luftdichten Glas auf. So haben wir immer etwas Parmesan zur Hand! Das Rezept dafür findet ihr hier.

R175 Vegane Spaghetti Bolognese
R175 Vegane Spaghetti Bolognese

Vegane Spaghetti Bolognese

4 Portionen
40 Minuten

Zutaten

  • 500 g Spaghetti
  • 100 g feines Sojagranulat
  • ca. 500 ml heiße Gemüsebrühe
  • 3 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Sojasoße
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 100 ml veganer Rotwein (optional)
  • 400 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 400 ml passierte Tomaten
  • 0.5 EL getrockneter Oregano
  • 0.5 EL getrocknetes Basilikum
  • Salz
  • Pfeffer
  • Pflanzenöl zum Braten
  • veganer Parmesan zum Servieren

Zubereitung

  1. Das Sojagranulat in eine hitzebeständige Schüssel geben und mit heißer Gemüsebrühe bedecken. Etwa 10 Minuten stehen lassen und gelegentlich umrühren.

  2. Während das Sojagranulat einweicht, die Möhren falls nötig schälen und grob raspeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln.

  3. Das Sojagranulat in einem feinen Sieb abgießen und kräftig ausdrücken, damit es so viel Flüssigkeit wie möglich verliert.

  4. In einer großen Pfanne Öl erhitzen und das Sojagranulat ca. 5 Minuten scharf anbraten, sodass es leicht gebräunt ist. Danach die Hitze reduzieren und Sojasoße, Tomatenmark und Agavendicksaft dazugeben. Alles vermengen und ca. 2-3 Minuten weiter anbraten. Nun geraspelte Möhren und gewürfelte Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und weitere ca. 5 Minuten braten.

  5. Falls gewünscht, mit veganem Rotwein ablöschen und den Rotwein etwas einköcheln lassen. Die stückigen und passierten Tomaten hinzugeben und die Soße mind. 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen – je länger sie köchelt, desto besser wird sie – teilweise haben wir sie auch mal eine Stunde auf dem Herd. Getrockneten Oregano und Basilikum dazugeben und die vegane Bolognese mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Wenn die Soße abgeschmeckt und ausreichend eingekocht ist, einen Topf mit gesalzenem Wasser erhitzen und die Spaghetti darin nach Packungsanleitung zubereiten. Eine Kelle vom Nudelwasser zur Bolognese geben und einrühren. Die Spaghetti abgießen und mit der Bolognese und veganem Parmesan servieren.

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