Wir lassen das Jahr mit einer kleinen Frittierparty ausklingen und machen vegane Cordon bleu. Passend zu Silvester seht ihr hier eine kleinere Variante, die sich perfekt als Snack eignet. Ihr könnt aber natürlich auch größere Cordon bleu machen und mit Beilagen eurer Wahl essen, z. B. Petersilienkartoffeln, Kartoffelbrei, Pommes, Gurkensalat, oder, oder.

Das Cordon bleu kommt übrigens nicht aus Frankreich, sondern aus der Schweiz. Als kleine Erinnerung: Es handelt sich dabei um ein paniertes Schnitzel gefüllt mit Käse und Schinken – und damit ist klar, dass alles am Cordon bleu nicht vegan ist. Davon lassen wir uns aber nicht abschrecken.

Wir haben uns für Seitan als Schnitzelersatz entschieden, weil es dem Schnitzel von der Konsistenz sehr nah kommt. Dafür benutzen wir jedoch keinen fertigen Seitan, sondern bereiten ihn selbst mit Weizengluten zu. Wem das alles nicht sagt, kann in unserem Artikel über „Fantastische vegane Zutaten und wo sie zu finden sind“ mehr darüber lesen.

Normalerweise würde man den Seitan zunächst dämpfen, backen oder im Wasser garen. Das sorgt allerdings dafür, dass man ihn später nicht mehr um die Füllung verschließen kann. Was also tun? Nach ein paar Testversuchen war ich mit der schnellsten und einfachsten Variante tatsächlich am zufriedensten. Dafür wird zunächst der Seitanteig aus Weizengluten, Kichererbsenmehl, Gewürzen und Wasser angerührt und geknetet. Nach einer kurzen Ruhezeit wird er in dünne Scheiben geschnitten. Pro Cordon bleu braucht ihr zwei Scheiben, die später um die Füllung gelegt und zusammengedrückt werden. Wer größere Cordon bleu zubereiten will, schneidet den Seitan also einfach in weniger, aber dickere Scheiben.

Und was kommt zwischen die Seitanscheiben? Beim Käse haben wir uns für gekaufte vegane Käsescheiben entschieden. Manchmal findet man auch veganen Käse am Stück, den ihr selbst in dicke Scheiben schneiden könnt. Wenn ihr nur dünnen veganen Scheibenkäse findet, könntet ihr jedoch auch mehrere Scheiben übereinanderlegen. Den Schinken ersetzen wir mit Räuchertofu-Scheiben, die in der Pfanne kurz angebraten werden.

Wie so oft könnt ihr euch nun noch entscheiden, ob ihr Lust aufs Frittieren habt. Alternativ reicht es aber auch, die Seitan Cordon bleu in einer Pfanne mit Öl von beiden Seiten goldbraun anzubraten. Mit dem Backofen haben wir nicht so gute Erfahrungen gemacht, da die Panade nicht wirklich knusprig und goldbraun wird. Wer richtig frittieren will, erhitzt so viel Öl, dass die Cordon bleu darin schwimmen – so werden sie besonders knusprig.

Vegane Mini Cordon Bleu

8-10 kleine Cordon bleu
55 Minuten

Zutaten

Für den Seitan:

  • 125 g Weizengluten (Seitanfix)
  • 40 g Kichererbsenmehl
  • 25 g Hefeflocken
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 150 ml Wasser
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Füllung:

  • 150 g Räuchertofu
  • 150 g veganer Käse

Für die Panade und das Frittieren:

  • 50 g Mehl
  • 100 ml pflanzliche Milch
  • 100 g Panko Paniermehl (oder Semmelbrösel)
  • 0.5 TL Paprikapulver
  • 0.5 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Zubereitung

  1. Weizengluten, Kichererbsenmehl, Hefeflocken, Zwiebel-, Paprika- und Knoblauchpulver, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel mixen. Wasser dazugeben und alle Zutaten zu einem zähen Teig vermengen. Bei Bedarf mehr Wasser dazugeben.

  2. Den Teig ca. 5-10 Minuten kräftig kneten – entweder per Hand oder mit einer Küchenmaschine. Achtet aber darauf, den Seitan nicht länger als 10 Minuten zu kneten, da er sonst gummiartig werden kann.

  3. Den Teig ca. 10 Minuten ruhenlassen. In der Zwischenzeit Räuchertofu in dünne Scheiben schneiden. Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und den Räuchertofu von beiden Seiten kross anbraten.

  4. Den Teig zu einer Rolle formen und in ca. 16-20 gleich breite Scheiben schneiden. Jede Teigscheibe vorsichtig mit einem Nudelholz dünn ausrollen – je nachdem wie groß die Mini Cordon bleu werden sollen. Veganen Käse und gebratenen Räuchertofu so zuschneiden, dass sie etwas kleiner als die Seitanstücken sind.

  5. Die Hälfte der Seitanstücke jeweils mit einer Scheibe Räuchertofu und veganem Käse belegen. Ein zweites Seitanstück darauflegen und die Ränder gut zusammendrücken und verschließen.

  6. Drei tiefere Schüsseln zum Panieren vorbereiten: eine mit Mehl, eine mit pflanzlicher Milch und in der dritten Schüssel Panko Paniermehl (oder Semmelbrösel) mit Paprikapulver, Knoblauchpulver und getrocknetem Oregano vermengen. Die Seitan Cordon bleus auch genau in dieser Reihenfolge panieren: zuerst in Mehl wenden, dann in die pflanzliche Milch tunken und zum Schluss mit der Pankomischung ummanteln.

  7. Reichlich Fett in einer kleinen, tiefen Pfanne erhitzen. Wer mag, kann dafür wirklich so viel Fett nehmen, dass die Seitan Cordon bleus darin schwimmen und frittieren können (das Fett sollte ca. 180°C heiß sein). Die Seitan Cordon bleus von beiden Seiten goldbraun ausbacken und danach als Fingerfood oder mit Beilagen servieren.

Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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