Cobbler, Crumble, Crisp – es gibt einige Begriffe für eine Anzahl an vermeintlich gleichen fruchtigen Nachtischen, die mit einer Art von Teigschicht bedeckt und gebacken werden. Ein Crumble läuft einem hier und da schon mal über den Weg, aber was genau ist ein Cobbler oder ein Crisp?

Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen ihnen nicht riesig und liegen in der Teigschicht. Crumbles und Crisps haben eine Streuseldecke. Der minimale Unterschied zwischen ihnen liegt darin, dass in Crisps auch Haferflocken sein können. An sich werden beide Begriffe aber mittlerweile oft fürs gleiche Dessert verwendet. Bei einem Cobbler hingegen landet ein deutlich weicherer, leicht klebriger Biskuit-Teig (oft mit Buttermilch) auf den Früchten. Ihn kleckst man eher löffelweise in die Form, statt den Teig mit den Händen zu zerbröseln, wie man es bei einem Crumble machen würde. Dadurch erinnert der Cobbler am Ende äußerlich einem Kopfsteinpflaster (cobbled road).

Auch unsere heutige Teigdecke ist eher auf der weicheren Seite, wir reden also von einem Cobbler. Da gerade Kirschsaison ist (Süß- und Sauerkirschen passen gleich toll zu diesem Rezept), landen die kleinen, dunkelroten Kugeln bei uns unter dem „Kopfsteinpflaster“. Wenn du Sauerkirschen verwendest, solltest du sie nach Geschmack stärker süßen als im Rezept angegeben. Wir haben außerdem teilweise Kokoszucker verwendet, um den Kirschen eine leicht karamellige Note zu geben, üblicher Zucker funktioniert natürlich genauso gut.

Ich liebe Kirschen im Cobbler (und auch im Crumble), denn sie werden beim Backen nicht superweich, sondern behalten ihren so saftigen Biss. Der einzige Nachteil: Das Entkernen ist nicht unbedingt die schönste Tätigkeit, geht aber am besten, wenn ihr einen Strohhalm (am besten aus Metall oder Glas) genau durch den Stielansatz der Kirsche einmal durch die ganze Frucht drückt. So kommt am Ende der Kirsche der Kern heraus. Wir geben zu – eine messy Angelegenheit. Natürlich könntest du dieses Rezept aber auch mit jeglichen Beeren, Pfirsichen, Äpfeln, Birnen, und und und machen.

Veganer Kirsch-Cobbler

1 runde Backform
30 Min. (+30 Min. Backzeit)

Zutaten

Für die Fruchtschicht:

  • 1 kg Kirschen
  • 2 EL Zucker (z. B. Kokosnusszucker)
  • 1 Orange (Abrieb)
  • 0.5 Zitrone (Abrieb)
  • 0.5 TL Zimt
  • 0.25 TL Salz
  • 2 EL Speisestärke

Für den Teig:

  • 125 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 EL Backpulver
  • 0.25 TL Salz
  • 50 g vegane Butter (kalt)
  • 5 EL pflanzliche Milch

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Kirschen entkernen, halbieren und in eine Schüssel geben. Zucker, Orangenabrieb, Zitronenabrieb, Zimt und Salz dazugeben und alles gut vermengen. Speisestärke dazugeben und nochmals alles vermengen, dann in eine gefettete Backform geben.

  2. Für die Teigschicht Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel verrühren. Kalte vegane Butter reiben oder würfeln und dazugeben. Mit einer Gabel oder den Fingerspitzen einarbeiten, bis feine Streusel entstehen. Zum Schluss nach und nach pflanzliche Milch dazugeben, bis ein leicht klebriger, weicher Teig entsteht.

  3. Den Teig in kleinen Portionen auf der Kirschfüllung verteilen. Die Kirschfüllung muss dabei nicht komplett bedeckt sein.

  4. Den Cobbler ca. 30 Minuten bei 180°C backen, bis die Teigschicht goldbraun ist. Danach aus dem Ofen nehmen, nur ein paar Minuten abkühlen und den Cobbler am besten noch warm mit veganem Eis genießen.

Zucker ↦ Jagdwurst Donut
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