Veganer Sauerbraten mit Spätzle & Rotkraut

Schon seit Jahrzehnten gibt es in meiner Familie an Weihnachten Sauerbraten mit Rotkraut und Spätzle. Meine Oma gab das Rezept an meine Mutter weiter und seitdem trafen wir uns jedes Jahr zum Sauerbratenessen. Nun ist das Rezept auch bei mir gelandet, allerdings musste ich ein paar Zutaten raus streichen und austauschen. Dem Originalgeschmack kommt es aber immer noch sehr nahe!

Die typisch schwäbische Spezialität wird normalerweise aus einem großen Stück Rindfleisch hergestellt und über mehrere Tage in einer Essigbeize eingelegt. Hier verbringt das Fleisch dann viele Stunden bevor es kräftig angebraten und geköchelt und schließlich sehr, sehr weich wird. Als Ersatz haben wir uns für dieses Gericht Seitan zur Hilfe genommen. Im Supermarkt findet ihr Seitan-Fix-Pulver, das sich mit Hilfe von Gemüsebrühe und Gewürzen schnell zu einem großen Braten formen lässt. Damit auch unser Seitanbraten schön zart wird, haben wir am Ende der Zubereitung Scheiben heruntergschnitten und diese mit zwei Gabeln aufgelockert. Wie genau das funktioniert, haben wir euch natürlich ins Rezept geschrieben. Dazu gibt es köstliches Rotkraut und selbstgemachte Spätzle, die super schnell und einfach zubereitet sind.

Bei der Planung des Gerichts empfehlen wir euch, das Rotkraut schon am Vortag zuzubereiten und es vor dem Servieren nur noch kurz zu erhitzen. Auch der Sauerbraten sollte am Vortag eingelegt werden. Den Sauerbraten könnt ihr dann ganz entspannt am Vormittag zubereiten und ebenfalls am Abend nur noch kurz erwärmen. Ausschließlich die Spätzle solltet ihr frisch, also kurz vor dem Servieren, ins heiße Wasser werfen.

Bei diesem Rezept wurden wir von Edeka unterstützt, die eine sehr große Auswahl an veganen Produkten für euer Weihnachtsessen haben. Für unsere Rezepte haben wir das Edeka Weizenmehl genutzt, um unsere Spätzle zuzubereiten und um die Soße für unseren Braten anzudicken.

Einfaches, fruchtiges Rotkraut

4 Portionen
70 Minuten

Zutaten

  • 500 g Rotkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Apfel
  • 2 EL pflanzliches Öl
  • 3 EL Weißwein-Essig
  • 2 EL Johannisbeer-Gelee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Nelken
  • 2 EL Zucker

Zubereitung

  1. Rotkohl waschen, den Strunk entfernen, die äußere Schicht abnehmen und feine Streifen herunter schneiden.
  2. Zwiebeln schälen und würfeln. Apfel waschen, entkernen und fein würfeln.
  3. Nehmt einen großen Topf und erhitzt 2 EL Öl darin. Lasst die Zwiebelwürfel glasig darin anbraten und gebt danach den Rotkohl dazu.
  4. Gebt Essig, Zucker, Johannisbeer-Gelee und Gewürze zum Rotkohl. Es gibt tolle kleine Beutel, in die ihr Lorbeerblatt und Nelken legen könnt, damit ihr beides danach nicht ewig suchen müsst, sondern ganz einfach wieder herausnehmen könnt. Rührt alles gut um und lasst den Rotkohl auf kleiner Flamme garen. Das dauert locker 30 Minuten, je nachdem wie dünn ihr den Rotkohl geschnitten habt.
  5. Gebt nun auch die Apfelwürfel dazu und lasst das ganze nochmal 10 Minuten garen. Schmeckt am Ende gern nochmal ab und vergesst nicht, die Nelken und das Lorbeerblatt herauszufischen!

Veganer Sauerbraten

6-8 Portionen
90 Minuten (+ Zeit zum Marinieren)

Zutaten

Seitanbraten

  • 2 TL Paprikapulver
  • 2 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Hefeflocken
  • Prise Muskatpulver
  • Prise Curry
  • 500 ml kalte Gemüsebrühe
  • 2 EL Sojasoße
  • 2 EL Senf
  • 500 g Seitan-Fix-Pulver

Essigbeize

  • 500 ml Wasser
  • 500 ml veganer Rotweinessig
  • 200 ml veganer Rotwein
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren
  • 2 Nelken
  • 3 Zwiebeln

Sonstiges

  • 4 EL pflanzliches Öl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 3 EL Weizenmehl (z.B. Edeka Weizenmehl)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL Senf
  • 1 EL pflanzliches Crème Fraîche (saure Sahne)

Zubereitung

Tag1: Seitanbraten dämpfen

  1. Alle Gewürze für den Seitanbraten mit dem Seitanpulver in einer großen Schüssel vermischen. Die kalte Gemüsebrühe, Sojasoße und Senf hinzugeben und etwa 5-10 Minuten gut durchkneten. Ihr solltet eine große Kugel formen können. Die Masse nun 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

  2. Einen großen Topf mit etwas Wasser füllen, sodass der Boden bedeckt ist. Den Braten in einen Dämpfeinsatz setzen und diesen im Topf platzieren. Der Braten sollte nicht im Wasser schwimmen. Einen Deckel auf den Topf setzen und das Wasser zum Kochen bringen. Nun den Braten für 75 Minuten dämpfen und alle 10-20 Minuten (je nachdem, wie viel Wasser ihr in den Topf geben könnt) Wasser nachgießen. Den Seiten im Anschluss abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Tag 2: Seitenbraten einlegen

  1. Am nächsten Tag in einem großen Topf oder in einer großen Schüssel die Essigbeize vorbereiten und Wasser, Rotweinessig und Rotwein miteinander vermengen. Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Nelken hinzugeben. Zwiebeln schälen, halbieren und ebenfalls hinzugeben. Den gedämpften und abgekühlten Seitanbraten in die Marinade legen und ihn dort 24 Stunden marinieren lassen (bei Zimmertemperatur).

Tag 3: Seitanbraten anbraten & die Soße zubereiten

  1. Am nächsten Tag den Seitanbraten aus der Essigbeize nehmen und gut abtropfen lassen. Die Essigbeize unbedingt behalten.

  2. Einen Topf (oder eine große und tiefe Pfanne) mit viel pflanzlichem Öl erhitzen und den Seitanbraten von allen Seiten gut anbraten. Das kann gute 10-15 Minuten dauern.

  3. Die Zwiebeln aus der Beize hinzugeben und ebenfalls anbraten. Wenn der Seitanbraten rundherum schön braun ist, den Braten und die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen.

  4. Tomatenmark und Mehl in den Topf/die Pfanne geben und gut anrösten, sodass sich das Tomatenmark braun färbt. Nun mit Gemüsebrühe ablöschen und gut verrühren, sodass sich keine Klümpchen bilden (falls doch, einfach die Soße pürieren). Den Senf hinzugeben und unterrühren. Den Seitanbraten und die Zwiebeln zurück in den Topf (zur Soße) geben.

  5. Drei bis vier Kellen (oder auch mehr ganz nach eurem Geschmack) der Essigbeize hinzugeben und einrühren. Das ganze 10 Minuten köcheln lassen, bis die Soße etwas sämig wird.

  6. Wenn zu viel Soße verkocht ist, einfach mit etwas Rotwein, Gemüsebrühe und Essigbeize wieder auffüllen. Am Ende pflanzliche Crème Fraîche (saure Sahne) unterrühren und abschmecken. Gegebenenfalls mehr Essigbeize oder Gemüsebrühe hinzugeben. Spart nicht mit der Säure, denn die Soße muss gut sauer sein! Den Sauerbraten danach entweder in Stücken reißen (z. B. mit zwei Gabeln) oder in dünne Scheiben schneiden.

Tipp: Normalerweise zerfällt ein Sauerbraten beim Köcheln in der Soße durch die fasrige Konsistenz des Fleisches. Das passiert bei einem Seitanbraten eher weniger. Ich mag es daher, das Fleisch in Stücken zu reißen und diese noch etwas in der sauren Soße köcheln zu lassen. So bekommt auch das „Innere“ eures Bratens mehr Geschmack.

Vegane Spätzle

4 Personen
20 Minuten

Zutaten

  • 400 g Mehl (z.B. Edeka Weizenmehl)
  • 100 g Hartweizengrieß
  • Prise Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • 4 EL Pflanzenöl
  • 500 ml Sprudelwasser

Zubereitung

  1. Mehl, Hartweizengrieß, Kurkuma, Salz, 2 EL pflanzliches Öl und Sprudelwasser in eine Rührschüssel geben und zu einem glatten Teig verrühren.
  2. Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser erhitzen, aber nicht zum kochen bringen. 2 EL pflanzliches Öl zum Wasser geben.
  3. Für Spätzle braucht ihr nicht unbedingt einen Spätzleschaber oder eine Presse, es geht auch mit einem Holzbrett, von dem ihr die Spätzle mit einem scharfen und feuchtem Messer schabt. (Youtube-Tutorials helfen!) Gebt den Teig nach und nach in den Topf.
  4. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, könnt ihr sie mit einer Schöpfkelle herausnehmen. Gut abtropfen lassen!
Zucker ↦ Jagdwurst Donut
Hej, wir sind Julia&Isa!

Zucker&Jagdwurst ist unser veganer Foodblog.
Schön, dass du da bist! Mehr über uns.