
Einige in unserem Team leben schon ganz schön lange vegan. Wir erinnern uns an Familienfeiern und Feste, an denen uns nichts anderes übrig blieb, als unseren Hunger mit Salat und Pommes zu stillen. Hafermilch war noch längst kein Standard und wenn es welche gab, dann nur mit Aufpreis. Im Supermarkt suchten wir vergebens nach gut schmeckenden Alternativen für Käse und Aufschnitt und beim Grillen war die Zucchini unsere beste Freundin. Zwar ist auch wirklich nichts gegen gegrilltes Gemüse einzuwenden, doch manchmal hätten wir wirklich gerne mehr als nur Beilagen gegessen.
Ein Glück liegen diese Zeiten schon lange in der Vergangenheit. Inzwischen hat sich die vegane Kühltheke mindestens verdreifacht und die Auswahl an veganen Grillwürstchen ist ein Traum. Tatsächlich werden aber die meisten Sorten aus Soja hergestellt, das viele Menschen gar nicht so gut vertragen. Und damit alle auf eurer veganen Grillparty mitessen können, haben wir ein einfaches Rezept für vegane Seitan-Würstchen entwickelt, die ihr ganz nach Belieben würzen und weiter verwenden könnt. Die Zubereitung braucht zwar etwas Zeit, jedoch ist unsere Variante nicht nur viel günstiger, sondern schmeckt umso besser!
Woher kommt der Geschmack?
Als Basis nutzen wir Seitan-Fix. Diesen findet ihr mittlerweile in jedem gut sortierten Super- oder Biomarkt und online. Dadurch, dass er kaum nach etwas schmeckt, könnt ihr den Geschmack durch individuelle Würzung variieren. Wer es schärfer mag, kann beispielsweise ein paar Chiliflocken mit in die Mischung geben. Auch getrocknete Kräuter können eurer veganen Wurst das besondere Etwas verleihen. Für rauchiges Aroma könnt ihr etwas Rauchsalz, flüssigen Rauch oder geräuchertes Paprikapulver hinzufügen. Tobt euch aus, eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
Ich möchte keine Alufolie verwenden, was kann ich tun?
Aus unserer Community haben wir das Feedback bekommen, dass angefeuchtete Leinen- oder Baumwolltücher ebenso gut funktionieren. Jedoch könnte sich das Backen dann schwieriger gestalten. Stattdessen könnt ihr die eingewickelten Würstchen für circa 40 Minuten dämpfen. Das geht am besten in Dampfkörben, die man auf den Topf aufsetzt. Diese findet ihr, zum Beispiel aus Bambus, im Asiamarkt eures Vertrauens.
Würstchen übrig, was kann ich damit tun?
Übrig gebliebene Würstchen könnt ihr wunderbar in einem Linseneintopf verarbeiten. In Scheiben geschnitten und kross angebraten, ergeben die Würstchen auch ein tolles Topping für eine vegane Erbsensuppe aus nur fünf Zutaten . Auch sehr lecker ist die vegane Hot Dog Pizza. Per Definition sind Bratwürstchen und Wiener Würstchen zwar was anderes, aber wir nehmen es da nicht so eng.



Vegane Grillwürstchen ohne Soja
Zutaten
500 g Seitanfix
2 TL Knoblauchpulver
3 TL Zwiebelpulver
4 TL Paprikapulver
1 TL weißer oder brauner Zucker
3 EL Hefeflocken
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
4 EL Senf
8 EL Öl
optional: 6 EL Sojasauce
8 EL Tomatenmark
500 ml Wasser (+ 6 weitere EL Wasser, falls keine Sojasauce genommen)
Alufolie
Zubereitung
Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen: Seitanfix, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Paprikapulver, Zucker, Hefeflocken, Salz & Pfeffer.
In einer kleineren Schüssel alle feuchten Zutaten vermischen: Senf, Öl, Sojasauce, Tomatenmark und Wasser.
Nun die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und gut mit den Händen kneten.
Mit den Händen Würstchen formen und in Aluminiumfolie, wie kleine Bonbons, einwickeln.
Bei 180°C 40 Minuten im Backofen backen. Nun sind die Würstchen bereit weiterverwendet zu werden. Du kannst sie nun grillen oder in einer Pfanne braten.























