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Vegane Milchbrötchen mit Schokolade oder Rosinen

Vegane Milchbrötchen mit Schokolade oder Rosinen

Ein Rezept von Julia Justus | Fotos von Julia Justus

Wenn Isa an Milchbrötchen denkt, reist sie gedanklich biiiiis in ihre Grundschulzeit zurück und landet dort bei ihrer Brotbox für die Pausen. Dort warteten die superweichen Brötchen nur darauf, von der kleinen Isa gegessen zu werden. Und was sollen wir sagen: Eine Brotbox bringt Isa zwar nicht mit ins Büro, aber kissenweiche vegane Milchbrötchen liebt sie noch heute, egal ob als Frühstück oder Snack. 

Zwei Dinge sind also nicht allzu verwunderlich. Nummer 1: Dass Isa ziemlich schnell an einem rein pflanzlichen Rezept für Milchbrötchen getüftelt hat, nachdem sie vegan wurde. Und Nummer 2: Dass dieses Rezept diiiirekt in unserem ersten Kochbuch „Vegan durch den Tag“ landete. 

Was sind eigentlich Milchbrötchen und wie werden sie vegan?

Ein Milchbrötchen ist ein süßes, weiches Hefeteiggebäck, das man, wenn man’s nicht gleich essen würde, auch als Kissen verwenden könnte, so fluffig ist es. Klassischerweise stecken im Teig Mehl, Milch, Butter, Zucker und Hefe. Bei uns übernehmen Sojamilch (je zur Hälfte Vanille und Natur) und neutrales Pflanzenöl den Job. Vanille-Sojamilch verwenden wir super selten für Rezepte, für diese Brötchen aber ist sie ganz hervorragend, weil sie eben direkt auch einen süßlichen Vanillegeschmack mitbringt. Für Isa war diese Zutat tatsächlich hier ein Game-Changer, weil die Brötchen damit erst so richtig wie die gekauften Milchbrötchen von früher geschmeckt haben. Wir verwenden sie aber eben hauptsächlich für den Geschmack – ihr könntet also auch nur Natur-Sojamilch oder eine andere pflanzliche Milch verwenden. 

Worauf solltet ihr beim Backen achten?

Hefe mag es warm, aber nicht heiß. Erwärmt die pflanzliche Milch deshalb nur lauwarm, auf maximal 37 °C. Dafür müsst ihr übrigens nicht mit einem Thermometer arbeiten. Da 37 °C eurer durchschnittlichen Körpertemperatur entsprechen, sollte die Milch sich einfach weder kalt noch heiß anfühlen, wenn ihr sie mit der Haut berührt. Ist die Milch zu heiß, sterben die Hefezellen ab und der Teig geht nicht auf. 

Lasst den Teig abgedeckt etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Nach dem Formen dürfen die Kugeln in der Auflaufform nochmal 20 Minuten ruhen. Beim Backen deckt ihr die Brötchen am besten nach 10–15 Minuten ab, damit sie nicht zu dunkel werden, sondern nach dem Backen eben wirklich ultraweich sind. In einem luftdichten Behälter könnt ihr sie bis zu fünf Tage lagern. Bei uns schaffen sie das allerdings eher selten und werden schon deutlich früher aufgegessen. 

Von Schokolade bis Rosinen

Milchbrötchen gibt es in unterschiedlichen Größen, Formen und Varianten und mit diesem Rezept habt ihr eigentlich eine ziemlich gute Ausgangslage für sie alle. Ihr könnt kleinere oder längliche Brötchen, aber auch Hörnchen daraus machen. Und ihr könnt sie pur lassen, oder auch Schokoladenstückchen, Rosinen oder Nüsse untermengen. Achtet bei den Schokodrops aber darauf, dass sie backstabil sind, sonst zerlaufen sie euch unter Umständen komplett im Teig.

Wenn ihr danach immer noch im Backfieber seid, schaut auch bei unseren veganen Franzbrötchen, unseren gefüllten Laugenbrötchen oder unseren einfachen Sonntagsbrötchen vorbei. Und jetzt: Ran an den Teig!

Hände formen Teigstücke mit  zu Kugeln auf Holzbrett
Vegane Milchbrötchen in einer Auflaufform vor und nach dem Gehen und Backen
Vegane Milchbrötchen mit Rosinen auf Holzbrett, daneben blau-weißer Teller
Banner – Deutsche Küche Vegan – Rezept aus dem Kochbuch

Vegane Milchbrötchen mit Schokolade oder Rosinen

15 Stück
30 Minuten (+ 80 Minuten Ruhezeit + 25 Minuten Backzeit)

Zutaten

Für den Teig: 

  • 125 ml Sojamilch Vanille

  • 125 ml Sojamilch Natur

  • 100 g Zucker

  • 21 g frische Hefe

  • 80 ml neutrales Pflanzenöl

  • 500 g Weizenmehl (Type 405)

  • 150 g backstabile Schokodrops (oder Rosinen)

Außerdem: 

  • pflanzliche Milch zum Bestreichen

  • vegane Butter zum Einfetten

Zubereitung

  1. Für den Teig die Vanille-Sojamilch und Natur-Sojamilch in einen Topf geben und erwärmen, bis sie lauwarm ist. Danach in eine große Schüssel füllen, Zucker und frische Hefe hinzugeben und circa 10 Minuten ruhen lassen. Es sollten sich Bläschen auf der Oberfläche bilden.

  2. Danach Pflanzenöl und Mehl hinzugeben und alles verkneten, bis sich ein geschmeidiger Teigball formen lässt. Den Teig abgedeckt in einer leicht geölten Schüssel etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

  3. Wenn der Teig ausreichend gegangen ist, kurz durchkneten und die Schokodrops oder Rosinen untermengen. Den Teig in 15 gleich große Portionen teilen und zu Teigkugeln formen.

  4. Eine große Auflaufform (circa 30 x 20 Zentimeter) einfetten oder mit Backpapier auslegen und die 15 Teigkugeln in die Form legen. Nochmals 20 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Den Ofen in der Zwischenzeit auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

  5. Die Brötchen mit pflanzlicher Milch bestreichen und 20–25 Minuten bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) backen und nach 10–15 Minuten abdecken, damit sie nicht zu dunkel werden.

Tip: Nachdem die Milchbrötchen abgekühlt sind, halten sie sich bis zu fünf Tage in einem luftdichten Behälter.

Vegane Milchbrötchen mit Schokodrops und Rosinen auf weißem Teller, eine Hand drückt in das weiche Brötchen
Hand hält aufgeschnittenes veganes Milchbrötchen mit Schokoladenstückchen, daneben weitere Brötchen auf Holzbrett und Teller
Vegane Milchbrötchen mit Schokoladenstückchen auf Holzbrett, eine wird von Hand gehalten

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