R662 Veganer Johannisbeer-Baiser-Kuchen

Veganer Johannisbeer-Baiser-Kuchen

Vegane Baiser-Kuchen waren für uns bisher ein schier unvorstellbarer Rezeptwunsch. Da Aquafaba (also die Flüssigkeit einer Kichererbsen-Dose) eine ganz schöne Diva ist und weder große Hitze noch viel Kälte mag, hätten wir nie gedacht, dass uns mal ein veganer Johannisbeer-Baiser-Kuchen gelingt. Aber hier ist er wahrhaftig vor eurem Bildschirm und unseren Augen –und bald schon auf euren Tellern!

Unsere bisherigen Versuche scheiterten meist an der Konsistenz des veganen Baisers, das sich mit der Zeit einfach in Luft auflöste oder sogar wieder verflüssigte. Doch genauso, wie jemand plötzlich entdeckte, dass man Kicherebsenwasser aufschlagen kann, entdeckte das Internet Xanthan Gum und damit die Lösung für alle veganen Baiser-Krisen dieser Welt.

Was nach viel Chemie klingt, ist im Grunde nur ein Verdickungs- und Geliermittel, das sogar für Bio-Lebensmittel zugelassen wird. Wikipedia beschreibt es als „natürlich vorkommendes Polysaccharid“, das „mit Hilfe von Bakterien der Gattung Xanthomonas aus zuckerhaltigen Substraten gewonnen“ wird. (Quelle) Xanthan Gum sorgt beim Backen dafür, dass euer veganes Baiser auch am nächsten Tag noch wie eine Eins steht. Bei unseren ersten Testversuchen haben wir den Kuchen auch mal mit einer Mischung aus Guarken- und Johannisbrotkernmehl gebacken, was zu Beginn auch super geklappt hat. Allerdings war das herrliche Baiser am nächsten Tag fast komplett eingefallen und hat sich zum Teil wieder verflüssigt. Damit euch das nicht passiert, lohnt sich also die Anschaffung von Xanthan Gum wirklich sehr. Ihr findet es vor allem in Online-Shops.

Je nach Saison könnt ihr diesen Baiser-Kuchen natürlich auch mit anderen Beeren oder Früchten zubereiten. Wir haben uns für die klassische Variante mit Johannisbeeren entschieden und sind schon ganz gespannt, wie euch der Kuchen gefällt.

R662 Veganer Johannisbeer-Baiser-Kuchen
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Veganer Johannisbeer-Baiser-Kuchen

1 Kuchen (ø 26 cm)
60 Minuten (+30 Minuten Kühlzeit)

Zutaten

Für den Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl
  • 90 g Zucker
  • 150 g vegane Butter (kalt)
  • kaltes Wasser (nach Bedarf)

Für die Johannisbeer-Baiser-Schicht:

  • 400 g rote Johannisbeeren
  • 100 g Aquafaba (Kichererbsenwasser aus der Dose)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Vanillepaste
  • 1 TL Xanthan Gum
  • 150 g Puderzucker

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig Weizenmehl und Zucker in einer großen Schüssel vermischen. Kalte vegane Butter in Flocken hinzugeben und mit kalten Händen verkneten. Nach Bedarf etwas kaltes Wasser dazugeben, bis alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig werden. Den Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

  2. In der Zwischenzeit die roten Johannisbeeren waschen und vom Stiel lösen. Danach alle Zutaten für das vegane Baiser abwiegen und bereitstellen.

  3. Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Springform (ø 26 cm) mit veganer Butter einfetten und den Mürbeteig in der Springform verteilen und gut am Boden und dem kompletten Rand festdrücken – ihr könnt den Mürbeteig dafür auch vorher ausrollen und dann vorsichtig in die Form heben.

  4. Den Mürbeteig ca. 10-15 Minuten bei 180°C Umluft auf mittlerer Schiene backen, bis er leicht gebräunt ist.

  5. In der Zwischenzeit das Aquafaba in einer Schüssel (oder direkt mit der Küchenmaschine) ca. 10 Minuten auf höchster Stufe aufschlagen, bis eine fluffige weiße Masse entsteht. Danach Zitronensaft, Vanillepaste und Xanthan Gum hinzugeben. Den Puderzucker nach und nach hinzugeben, aber dabei die Masse weiterhin aufschlagen. Am Ende die roten Johannisbeeren vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.

  6. Den Mürbeteig aus dem Ofen nehmen und die Johannisbeer-Baiser-Mischung auf dem Kuchen verteilen. Dabei gerne ein paar Spitzen an der Oberfläche stehen lassen und das vegane Baiser nicht komplett glatt streichen. Nun den Kuchen weitere ca. 15-20 Minuten backen, bis das vegane Baiser schön gebräunt ist. Den Kuchen bei geöffneter Ofentür abkühlen lassen.

Tipp: Der Kuchen kann nach etwa 30 Minuten Ruhezeit serviert werden, ihr könnt ihn aber auch erst einen Tag später essen – beides klappt wunderbar.

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